MAGA-Bewegung zeigt Risse im Iran-Krieg - Russland profitiert von steigenden Ölpreisen
Wichtige Fakten
- • Fast 80% der Republikaner befürworten den Krieg, doch prominente MAGA-Stimmen wie Marjorie Taylor Greene kritisieren ihn scharf.
- • Der Ölpreis ist seit Kriegsbeginn um etwa 30% gestiegen, was Russlands Wirtschaft zugutekommt.
- • Die ersten sechs Kriegstage kosteten das US-Militär über elf Milliarden Dollar, Benzinpreise stiegen um 61 Cent pro Gallone.
- • Die USA erlauben vorübergehend für 30 Tage den Kauf von russischem Öl, das sich bereits auf Schiffen befindet.
- • Historische Parallelen zum Irak-Krieg 2003 werden gezogen, doch diesmal fehlt eine internationale Legitimierung.
Spaltung in der MAGA-Bewegung vertieft sich
Der von den USA und Israel geführte Krieg gegen den Iran führt zu zunehmenden inneren Spannungen in der MAGA-Bewegung. Während Umfragen zeigen, dass fast 80% der Republikaner und sogar noch mehr MAGA-Anhänger den Krieg befürworten, kritisieren prominente Figuren wie die ehemalige Abgeordnete Marjorie Taylor Greene, der ehemalige Trump-Berater Steve Bannon und Podcaster Joe Rogan den Militäreinsatz scharf. Greene warf Präsident Trump vor, keine überzeugenden Gründe für den Krieg geliefert zu haben und damit sein Wahlversprechen zu brechen, keine neuen Kriege zu beginnen. Die steigenden Benzinpreise – ein Plus von 61 Cent pro Gallone seit Kriegsbeginn – und die Kosten von über elf Milliarden Dollar in den ersten sechs Kriegstagen verstärken die Kritik. Politikberaterin Rina Shah warnt vor einer weiteren Spaltung der Republikanischen Partei, insbesondere mit Blick auf die anstehenden Zwischenwahlen im November.
Russland profitiert wirtschaftlich und politisch
Russland zieht erhebliche Vorteile aus dem Iran-Krieg, da der Ölpreis um etwa 30% gestiegen ist. Die US-Regierung hat zudem vorübergehend für 30 Tage den Kauf von russischem Öl erlaubt, das sich bereits auf Schiffen befindet. Kremlchef Putin inszeniert sein Land als verlässlichen Energielieferanten für Staaten wie China und Indien und bietet auch Europa Kooperation an. Politisch könnte der Krieg Moskau nutzen, da Friedensgespräche mit der Ukraine ausgesetzt sind und das Völkerrecht in den Hintergrund tritt. Allerdings ist unklar, wie lange diese Vorteile anhalten, besonders wenn das iranische Regime als Verbündeter geschwächt wird.
Historische Parallelen zum Irak-Krieg 2003
Der aktuelle Konflikt wird oft mit dem Irak-Krieg 2003 verglichen, der tiefe Narben hinterließ und das Vertrauen in Politiker erschütterte. Beide Kriege wurden als „Wahlkriege“ ohne klare Ziele geführt. Während der Irak-Krieg jedoch mit Bodentruppen und Alliierten wie Großbritannien stattfand und eine umfangreiche öffentliche Überzeugungskampagne durchlief, beschränken sich die USA im Iran auf Luftangriffe und arbeiten hauptsächlich mit Israel zusammen. Die mangelnde Planung für die Nachkriegszeit und unklare Ziele ähneln sich, doch diesmal gibt es keinen Versuch, internationale Legitimität durch die UN zu erlangen.
Auswirkungen auf Zivilisten und globale Wirtschaft
Der Krieg hat direkte Auswirkungen auf Zivilisten und die globale Wirtschaft. In den USA äußern Wähler gemischte Gefühle: Einige befürchten steigende Lebenshaltungskosten und eine Eskalation, andere sehen den Krieg als notwendig, um Menschenrechtsverletzungen im Iran zu bekämpfen. International sind Reisende betroffen, darunter Australier, die ihre Reisepläne auf asiatische Destinationen umstellen. Die wirtschaftlichen Folgen, wie höhere Benzinpreise und Marktturbulenzen, belasten bereits viele Haushalte und könnten sich bei einer Verlängerung des Konflikts verschärfen.
Das könnte Sie auch interessieren
USA verlegen Raketenabwehrsystem von Südkorea in den Nahen Osten
USA lockern Sanktionen für russisches Öl – Großbritannien warnt vor Preiswucher
Fahrzeug-Attacke auf Synagoge in Michigan als gezielte Gewalttat gegen jüdische Gemeinschaft eingestuft
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.