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International 19.02.2026, 16:17 Aktualisiert: 19.02.2026, 18:09

Italien fordert Ausschluss russischer und belarussischer Paralympics-Athleten

Italien lehnt Teilnahme russischer und belarussischer Athleten bei Paralympics ab.

Wichtige Fakten

  • Italien lehnt Teilnahme russischer und belarussischer Athleten bei Paralympics ab.
  • IPC erlaubte 10 Athleten unter Flaggen und Hymnen zu starten.
  • Ukraine kündigt Boykott der Paralympics im März an.
  • Russland und Belarus wurden 2022 nach Invasion gebannt.
  • Sportgericht hob Ski-Verbandsverbot im Dezember auf.

Italienische Regierung fordert Umdenken

Die italienische Regierung hat sich mit Nachdruck gegen die Entscheidung des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) ausgesprochen, russische und belarussische Athleten unter nationalen Flaggen und Hymnen bei den kommenden Winter-Paralympics antreten zu lassen. Außenminister Antonio Tajani und Sportminister Andrea Abodi forderten das IPC auf, seine Haltung zu überdenken, da sie im Widerspruch zum olympischen Geist stehe. Italien begründet dies mit dem anhaltenden Krieg Russlands in der Ukraine, der von Belarus unterstützt wird.

Internationale Unterstützung und Reaktionen

Rom betont, mit seiner Position im Einklang mit 33 weiteren Ländern und der Europäischen Kommission zu stehen. Die russische Botschaft in Italien kritisierte die Haltung als "offensiv und verurteilenswert", während die Ukraine bereits einen Boykott der Paralympics angekündigt hat. Das IPC hat eine für Freitag geplante Pressekonferenz abgesagt, ohne Gründe zu nennen.

Hintergrund der Teilnahme

Russland und Belarus waren nach der Invasion 2022 von Paralympics ausgeschlossen, erhielten aber im vergangenen Jahr durch eine IPC-Abstimmung ihre vollen Rechte zurück. Internationale Sportverbände wollten das Verbot aufrechterhalten, doch das Sportgericht hob im Dezember ein Verbot des Ski-Verbands auf. Aktuell nehmen eine begrenzte Zahl von Athleten als neutrale Einzelstarter an den Winterspielen teil.

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