Italienische Behörden untersuchen Sephora und Benefit wegen verdeckter Marketingstrategien
Wichtige Fakten
- • Italienische Wettbewerbsbehörde untersucht Sephora und Benefit Cosmetics.
- • Vorwurf: Verdeckte Marketingstrategien zielen auf Mädchen unter 10 Jahren.
- • Phänomen 'Cosmeticorexia' bezeichnet zwanghafte Hautpflege-Obsession bei Minderjährigen.
- • LVMH als Mutterkonzern kündigt Zusammenarbeit mit Behörden an.
- • Dermatologen warnen vor Gesundheitsrisiken durch Kosmetika für Kinder.
Regulatorische Untersuchung
Die italienische Wettbewerbsbehörde (AGCM) untersucht die Kosmetikmarken Sephora und Benefit Cosmetics wegen des Verdachts auf verdeckte Marketingstrategien, die möglicherweise eine ungesunde Hautpflege-Obsession bei Minderjährigen, bekannt als 'Cosmeticorexia', fördern. Die Behörde führte mit Unterstützung der Finanzpolizei Kontrollen in Büros von Sephora Italia und anderen LVMH-Standorten durch.
Marketing an Jugendliche
Laut der Behörde zielen Promotionen für Gesichtsmasken, Seren und Anti-Aging-Creams teilweise auf Mädchen unter 10 Jahren ab und nutzen sehr junge Micro-Influencer, um zwanghafte Käufe in dieser vulnerablen Gruppe anzuregen. Dies trägt zum Phänomen 'Sephora Kids' bei, bei dem Kinder im Vorpubertätsalter eine intensive Bindung zu High-End-Kosmetikprodukten entwickeln.
Gesundheitsbedenken und Reaktionen
Dermatologen kritisieren den Trend, da Kinderhaut empfindlicher ist und unnötige Chemikalien zu Reizungen führen können. Die Behörde prüft, ob Warnhinweise für Produkte, die nicht für Minderjährige bestimmt sind, unzureichend dargestellt wurden. LVMH, Mutterkonzern beider Marken, kündigte Kooperation an und betonte die Einhaltung italienischer Vorschriften.
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