Prozessauftakt im Mordfall Tupac Shakur: Ex-Gangchef Davis vor Gericht
Wichtige Fakten
- • Prozess in Las Vegas begann am 10.08.2026 mit Jury-Auswahl.
- • Duane Davis, 63, soll Mord an Tupac beauftragt und Waffe gestellt haben.
- • Davis plädiert auf nicht schuldig, bestreitet Beteiligung.
- • Laut Anklage war Motiv Vergeltung nach Angriff auf Neffen.
- • Mögliche lebenslange Haft ohne Bewährung im Falle einer Verurteilung.
Prozessauftakt in Las Vegas
Am 10. August 2026 hat in Las Vegas der lang erwartete Mordprozess um den Tod von Tupac Shakur begonnen. Der 63-jährige Duane 'Keffe D' Davis, früherer Anführer der South Side Compton Crips, muss sich vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft will beweisen, dass Davis die tödlichen Schüsse im September 1996 in Auftrag gegeben und die Waffe bereitgestellt hat. Tupac war damals an einer roten Ampel von einem weißen Cadillac beschossen worden und starb sechs Tage später mit 25 Jahren. Davis plädiert auf nicht schuldig, könnte bei einer Verurteilung lebenslang ohne Bewährung erhalten.
Hintergrund und Motivation
Auslöser der Tat war ein Streit vor dem MGM Grand Hotel nach einem Boxkampf – Tupacs Gefolge hatte Davis' Neffen Orlando Anderson angegriffen. Die Staatsanwaltschaft sieht das als Motiv für den Racheakt. Der Fall stand jahrzehntelang vor keinerlei Lösung, bis Davis 2019 ein Buch veröffentlichte, in dem er Angaben zum Tathergang machte – er sei mit im Tatfahrzeug gewesen und habe Waffen besorgt. Das Buch und spätere Aussagen führten 2023 zu seiner Festnahme. Inzwischen distanziert sich Davis von den Aussagen und behauptet, der Koautor habe übertrieben. Vor Gericht versuchte seine Verteidigung erfolglos, das Buch und frühere Verhöre als Beweismittel auszuschließen.
Brisante Wendung und Ausblick
Kurz vor Prozessbeginn sorgt eine Aussage von Davis für neues Aufsehen: In einer Dokumentation soll er behauptet haben, dass Sean 'Diddy' Combs – der inzwischen selbst in Haft sitzt – ihm eine Million Dollar für den Mord geboten habe. Bislang gelten alle anderen Insassen des Cadillacs als tot, die Identität des Schützen bleibt unklar. Der Prozess soll rund einen Monat dauern, die Jury-Auswahl ist für die erste Woche geplant. Auch zivilrechtlich gibt es Bewegung: Tupacs Stiefbruder hat eine Klage gegen weitere mutmaßliche Beteiligte eingereicht.
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