Klimakrise und Kriege: Ein Teufelskreis
Wichtige Fakten
- • El Niño erhöht Konfliktrisiko um über ein Drittel.
- • Dürreperioden verschärfen soziale Spannungen und Konflikte.
- • Klimawandel verstärkt bestehende Konflikte indirekt um etwa fünf Prozent.
- • Syrienkrieg und Sudan-Konflikt haben klimatische Wurzeln.
- • Ärmere Länder sind besonders verwundbar gegenüber Klimawandel.
Eine neue Studie der Rice-Universität im Fachjournal PNAS zeigt, dass natürliche Klimaschwankungen wie El Niño das Risiko bewaffneter Konflikte deutlich erhöhen. In starken El-Niño-Jahren steigt die Wahrscheinlichkeit eines neuen Konfliktes von 3,6 auf 4,9 Prozent.
Hauptgrund sind Dürren und Trockenheit, die Ernteausfälle und steigende Nahrungsmittelpreise verursachen. Dies führt zu Unzufriedenheit und Gewalt. Der Klimaforscher Jürgen Scheffran von der Universität Hamburg betont, dass vor allem ärmere Länder mit bestehenden Spannungen anfällig sind.
Eine Nature-Studie von 2019 fasste zusammen, dass der Klimawandel in den letzten 100 Jahren drei bis 20 Prozent häufigerer und intensiverer Konflikte auslöste. Bis heute erhöht er das Risiko um etwa fünf Prozent, bei einer globalen Erwärmung um zwei Grad steigt es um 13 Prozent. Konflikte wie in Syrien oder im Sudan gelten als Beispiele für klimabedingte Konflikte.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.