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Politik 01.05.2026, 14:19

Kolumbien startet globale Initiative zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen

Kolumbien veranstaltet erste Konferenz zu fossil fuel Ausstieg.

Wichtige Fakten

  • Kolumbien veranstaltet erste Konferenz zu fossil fuel Ausstieg.
  • Fast 60 Länder nehmen teil, viele sind Demokratien.
  • Erneuerbare Energien überholten Kohle in globaler Stromerzeugung.
  • IEA-Chef: Aktuelle Ölkrise ist größte aller Zeiten.
  • Vor nächster Konferenz: nationale Fahrpläne für Phase-out.

Historische Konferenz in Kolumbien

In Santa Marta, Kolumbien, fand die erste internationale Konferenz zum 'Ausstieg aus fossilen Brennstoffen' statt. Gastgeber Kolumbien und fast 60 andere Länder versprachen, den Übergang zu sauberer Energie zu beschleunigen und die Abhängigkeit von Öl, Gas und Kohle zu verringern. Umweltministerin Irene Vélez Torres sprach von einer 'neuen globalen Klimademokratie'.

Wirtschaftliche Motivation

Die Konferenz kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt: Steigende Öl- und Gaspreise belasten die Weltwirtschaft. IEA-Chef Fatih Birol nannte die Krise 'größer als alle vorherigen Ölschocks zusammen', betonte aber, dass erneuerbare Energien eine echte Alternative böten. Diese haben 2024 weltweit die Kohle in der Stromerzeugung überholt – Indikator für einen epochalen Wandel.

Aufbruch gegen geopolitische Abhängigkeiten

Die Teilnehmer der 59 Staaten, meist Demokratien, wollen sich aus der Erpressbarkeit durch petro-souveräne Staaten befreien. 'Neue Klimademokratie' und militärische Sicherheitsberater unterstützen diesen Kurs. Doch innerhalb der Länder gibt es auch verstärkt Widerstand fossiler Lobbys, etwa oligarchische Netzwerke zu rechtsradikalen Kandidaten.

Hürden und Chancen

Während die Wirtschaftlichkeit erneuerbarer Energien immer deutlicher wird (drastisch gesunkene Kosten bei Solar und Wind plus moderner Batteriespeicher), planen doch viele der 'doer'-Staaten selbst neue Öl- und Gas-Felder. Zudem fehlen konkrete Finanzierungszusagen: Die zugesagten 300 Milliarden Dollar pro Jahr von 2030 an sind angesichts der notwendigen Investitionen knapp. Für die Fortsetzung der Initiative will sich Tuvalu 2026 als Tagungsort anbieten.

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