Krieg erreicht Russlands Urlaubsparadies: Luftalarm an der Schwarzmeerküste
Wichtige Fakten
- • Ukraine griff Hafen Noworossijsk an; Wohnhäuser beschädigt, Tote.
- • 97% der ukrainischen und russischen Getreideexporte im Schwarzen Meer blockiert.
- • Drohne schlug am Strand Archipo-Osipowka ein; sieben Tote inkl. Kinder.
- • In Sotschi bleiben Touristen wegen Drohnen und Explosionen weg.
- • Tankstellen an der Küste haben zeitweise kein Benzin.
Luftalarm im Urlaubsparadies
Der Krieg gegen die Ukraine ist nun auch an Russlands Schwarzmeerküste spürbar. In Noworossijsk, einer wichtigen Hafenstadt, werden Strandbesucher durch Luftalarm vertrieben. Strandwächter Artur evakuiert wiederholt bis zum Strand. Viele Urlauber ignorieren den Alarm, wie Rentnerin Ljudmilla, die von Terror spricht. Doch die Gefahr ist real: Ende August griff die Ukraine den Hafen an, beschädigte Wohnhäuser, forderte Tote und Verletzte.
Wirtschaftliche Auswirkungen
Getroffene wird vor allem Russlands Wirtschaft: Der Hafen Noworossijsk ist wichtigster Umschlagplatz für Getreide und Öl. Seit Tagen steht der Betrieb still. Laut Logistiker Polanski deckt das Asow-Schwarzmeer-Becken etwa 80 Prozent der russischen Getreideexporte ab. Durch gegenseitige Angriffe sind nun rund 97 Prozent der ukrainischen und russischen Exportkapazitäten im Schwarzmeerraum blockiert.
Tourismus und Alltag
In Sotschi, dem Luxusort der Region, sind deutlich weniger Touristen unterwegs. Barkeeperin Kira führt das auf Drohnen und Explosionen zurück, Sirenen vertreiben die Menschen. Auch die Anreise wird schwieriger, an Tankstellen fehlt Benzin, Flüge fallen zeitweise aus. In einem Feriencamp für Jugendliche kam es erneut zu Luftalarm, nur 25 Kilometer von Orlenok entfernt schlug eine Drohne am Strand ein, tötete sieben Menschen, darunter Kinder.
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