Trump sieht Krieg gegen Iran als weitgehend entschieden an, während Eskalation anhält
Wichtige Fakten
- • US-Präsident Trump erklärt, der Krieg sei 'sehr komplett' und Iran habe keine Marine, Kommunikationssysteme oder Luftwaffe mehr.
- • Ölpreise sanken von fast 120 auf 89 Dollar pro Fass Brent nach Trumps Ankündigung, bestimmte Ölsanktionen auszusetzen.
- • Iranische Revolutionsgarden drohen mit Blockade der Straße von Hormus, während Trump mit noch härteren Schlägen antwortet.
- • Nordkorea sieht im Iran-Krieg Bestätigung für sein Atomwaffenprogramm als Überlebensstrategie und verhandelt aus Position der Stärke.
- • Mindestens 1.332 iranische Zivilisten wurden laut UN-Botschafter seit Kriegsbeginn Ende Februar getötet.
US-Präsident Trump zur Kriegsentwicklung
US-Präsident Donald Trump sieht den Krieg gegen Iran als weitgehend entschieden an und geht von einer nur noch kurzen Dauer aus. Bei einer Pressekonferenz erklärte er, die USA lägen vor dem Zeitplan, der Krieg werde jedoch nicht in dieser Woche enden, sondern 'sehr bald'. Trump betonte, die iranischen Streitkräfte seien nahezu komplett außer Gefecht gesetzt, mit zerstörter Marine, Kommunikationssystemen und Luftwaffe. Seit Kriegsbeginn Ende Februar hat das US-Militär eigenen Angaben zufolge mehr als 5.000 Ziele im Iran angegriffen. Gleichzeitig drohen die iranischen Revolutionsgarden, die Straße von Hormus zu blockieren, woraufhin Trump mit noch härteren Schlägen antwortet, sollte der Öltransport beeinträchtigt werden.
Wirtschaftliche Maßnahmen und Folgen
Um die gestiegenen Ölpreise zu senken, kündigte Trump an, bestimmte ölbezogene Sanktionen auszusetzen, bis die Straße von Hormus wieder offen sei. Kurz nach dieser Ankündigung sanken die Ölpreise deutlich: Der Preis für ein Fass Rohöl der Sorte Brent fiel von fast 120 auf rund 89 Dollar. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die Märkte zu beruhigen, während der Konflikt weiterhin globale Handelsrouten beeinträchtigt. In den USA steigen die Benzinpreise auf durchschnittlich 3,48 Dollar pro Gallone, was die politischen Risiken für die Regierung erhöht, da die Bevölkerung mit höheren Lebenshaltungskosten konfrontiert ist.
Internationale Reaktionen und Auswirkungen
Nordkorea sieht im Iran-Krieg eine Bestätigung für sein Atomwaffenprogramm als Überlebensstrategie, während andere Länder wie Australien Aufklärungsflugzeuge und Raketen in die Region entsendet haben. Die Bombardierung iranischer Ölinfrastruktur hat zu Umweltverschmutzung geführt, und die Schließung der Straße von Hormus beeinträchtigt den globalen Handel. Iranische Außenminister Abbas Araghchi erklärte, sein Land sei bereit, Raketenangriffe fortzusetzen, und Gespräche mit den USA seien nicht mehr auf der Tagesordnung. Mindestens 1.332 iranische Zivilisten wurden laut UN-Botschafter seit Kriegsbeginn getötet.
Lage im Irak und regionale Eskalation
Der Irak spürt bereits die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs, mit einem landesweiten Stromausfall von 16 Stunden, hohen Lebensmittelpreisen und gedrosselter Ölproduktion. Pro-iranische schiitische Milizen, unterstützt von den iranischen Revolutionsgarden, haben bereits US-Einrichtungen in Bagdad angegriffen und könnten den Konflikt weiter eskalieren lassen. Die irakische Regierung versucht, das Land aus dem Krieg herauszuhalten, doch die engen religiösen und grenznahen Bindungen an Iran machen dies schwierig. Zudem wurden vier Kämpfer einer pro-iranischen Gruppe in Nordirak bei Luftangriffen getötet, die den USA zugeschrieben werden.
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