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Kultur 28.06.2026, 12:45 Aktualisiert: 28.06.2026, 15:02

Lena Schätte gewinnt Ingeborg-Bachmann-Preis 2026

Lena Schätte gewann den Ingeborg-Bachmann-Preis 2026.

Wichtige Fakten

  • Lena Schätte gewann den Ingeborg-Bachmann-Preis 2026.
  • Ihr Text „Was wir tragen“ handelt von zwei übergewichtigen Schülerinnen.
  • Die Auszeichnung ist mit 30.000 Euro dotiert.
  • Schätte setzte sich gegen 13 Mitbewerber durch.

Siegertext über Freundschaft trotz Ausgrenzung

Die Deutsche Lena Schätte hat den diesjährigen Ingeborg-Bachmann-Preis im österreichischen Klagenfurt gewonnen. Das teilte die Jury mit. Die Autorin aus Nordrhein-Westfalen setzte sich gegen 13 Mitbewerber durch. Das mehrtägige Wettlesen wird seit 1977 während der Tage der deutschsprachigen Literatur veranstaltet. Die Auszeichnung der Stadt Klagenfurt ist dieses Jahr mit 30.000 Euro dotiert. Die 32-jährige Schätte gewann das Wettlesen mit ihrem Text „Was wir tragen“, in dem sie die Freundschaft zwischen zwei übergewichtigen Hauptschülerinnen schildert, die sich als soziale Außenseiterinnen durchs Leben schlagen. Schätte erhielt auch den Publikumspreis.

Laudatio betont „existenzielle Wucht“

Der Text sei von „existenzieller Wucht“, sagte Juror Thomas Strässle in seiner Laudatio. Schätte schaffe es, das Thema Ausgrenzung ohne Anklage oder Belehrung zu behandeln. Die Autorin zeigte sich überwältigt: „Es ist ein Fiebertraum“, sagte sie in einer ersten Reaktion. Voriges Jahr hatte Schätte es mit ihrem Roman „Das Schwarz an den Händen meines Vaters“ auf die Longlist des Deutschen Buchpreises geschafft. Schätte stammt aus Lüdenscheid und lebt in Altena. Sie arbeitete als Psychiatriekrankenschwester, bis sie 2020 ein Studium am deutschen Literaturinstitut Leipzig begann.

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