Marius Borg Høiby zu vier Jahren Haft verurteilt
Wichtige Fakten
- • Marius Borg Høiby zu vier Jahren Haft verurteilt.
- • Schuldig in zwei von vier Vergewaltigungsfällen.
- • Freispruch von zwei weiteren Vergewaltigungsvorwürfen.
- • Høiby muss vier Frauen Entschädigung zahlen.
- • Berufung ist innerhalb von zwei Wochen möglich.
Urteil gegen Marius Borg Høiby
Marius Borg Høiby, der 29-jährige Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, ist vom Osloer Bezirksgericht zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Er wurde für zwei Vergewaltigungen sowie mehrere andere Straftaten für schuldig befunden, darunter Körperverletzung, Verstoß gegen Kontaktverbote, Drogen- und Verkehrsdelikte. Von zwei weiteren Vergewaltigungsvorwürfen wurde er freigesprochen. Das Gericht verurteilte ihn zudem zur Zahlung von insgesamt 640.000 norwegischen Kronen (etwa 57.000 Euro) Entschädigung an vier Frauen, darunter seine Ex-Freundin Nora Haukland.
Prozess und Hintergrund
Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von sieben Jahren und sieben Monaten gefordert, während die Verteidigung auf Freispruch von den Vergewaltigungsvorwürfen und eine Höchststrafe von 18 Monaten plädierte. Høiby verfolgte die Urteilsverkündung aus gesundheitlichen Gründen per Video aus dem Gefängnis. Der Prozess hatte die norwegische Monarchie belastet, zumal Kronprinzessin Mette-Marit schwer an einer Lungenkrankheit leidet und auf eine Lungentransplantation wartet. Zudem war kurz vor Prozessbeginn ihre frühere Verbindung zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein bekannt geworden, was die Popularität der Monarchie weiter senkte.
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