Massive russische Angriffe: Tote in Kiew und Charkiw, Höhlenkloster schwer beschädigt
Wichtige Fakten
- • Russland griff mit 70 Marschflugkörpern und über 600 Drohnen an.
- • Mariä-Entschlafens-Kathedrale des Höhlenklosters schwer beschädigt.
- • Mindestens 11 Tote und über 50 Verletzte landesweit.
- • Fünf Rettungskräfte in Charkiw durch Zweitschlag getötet.
- • Selenskyj bietet Putin G7-Treffen an, russische Seite lehnt ab.
Massive Luftangriffe auf Kiew und Charkiw
Russland hat die Ukraine erneut mit massiven Luftangriffen überzogen. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe wurden insgesamt 70 Marschflugkörper und 611 Drohnen eingesetzt, von denen die Luftabwehr 50 Raketen und 582 Drohnen abfangen konnte. In Kiew wurden mindestens 11 Menschen getötet, 35 weitere verletzt. Teile des zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden Höhlenklosters (Pechersk Lavra) gerieten nach Einschlägen in Brand. Die Mariä-Entschlafens-Kathedrale erlitt schwere Schäden, darunter ein klaffendes Loch in der Seitenwand und ein teilweise zerstörtes Dach. Die Angriffe beschädigten zudem 16 Orte in der Hauptstadt.
Rettungskräfte und Museen getroffen – Russland bestreitet Schuld
In Charkiw wurden Rettungskräfte während der Löscharbeiten von einem erneuten Angriff getroffen, wobei fünf Einsatzkräfte starben. In der ostukrainischen Stadt Dnipro wurde eine Person verletzt. Die UNESCO und internationale Politiker reagierten empört. Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot verglich den Angriff auf die Kathedrale mit einem Schlag auf die Pariser Notre-Dame. Ukrainische Spitzenpolitiker leiteten Verfahren bei der UNESCO ein. Russland bestritt, die Kathedrale angegriffen zu haben, und behauptete, eine fehlgeleitete US-amerikanische Patriot-Rakete habe den Schaden verursacht. Ukrainische Sicherheitskräfte fanden jedoch Überreste zweier Shahed-Drohnen am Ort des Angriffs.
Ukrainischer Gegenschlag und politische Reaktionen
Mit einem Gegenschlag traf die Ukraine die Stadt Tula südlich von Moskau mit drei Toten, darunter Angestellte eines Rüstungsbetriebs. Regierungschefin Julija Swyrydenko rief zu verstärkter Luftabwehr westlicher Partner auf. Präsident Selenskyj sprach von einem der „größten Verbrechen Russlands gegen die christliche Kultur“ und bot Putin über die G7 Friedensgespräche an, was dieser ablehnte. Das EU-Außenministertreffen kündigte neue Sanktionen an. Polen ließ als Reaktion auf die Angriffswelle Kampfjets aufsteigen.
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