Moskauer Siegesparade: Verzicht auf Militärtechnik aus Angst vor ukrainischen Drohnen
Wichtige Fakten
- • Russland sagt Vorführung von Militärtechnik bei Siegesparade am 9. Mai ab.
- • Grund ist die vermeintliche terroristische Bedrohung aus der Ukraine.
- • Ukrainische Drohnenangriffe auf Russland wurden zuletzt intensiviert.
- • Letztmals 2007 und 2025 fehlte Militärtechnik bei der Parade.
- • Sicherheitsmaßnahmen umfassen auch Einschränkungen des Mobilfunks in Moskau.
Hintergrund und Entscheidung
Russland wird bei der traditionellen Siegesparade am 9. Mai in Moskau auf die Vorführung von Militärtechnik wie Panzern und Raketen verzichten. Das Verteidigungsministerium begründete die Entscheidung mit der aktuellen operativen Lage und der terroristischen Bedrohung durch die Ukraine. Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte, alle Maßnahmen zur Gefahrenminimierung würden ergriffen. An der Parade werden dennoch Tausende Offiziersanwärter auf dem Roten Platz vor Präsident Wladimir Putin vorbeimarschieren; die Fernsehübertragung soll zudem Bilder russischer Soldaten aus dem Einsatzgebiet zeigen.
Reaktionen und Sicherheitsmaßnahmen
Die Ukraine hat in den vergangenen Monaten ihre Drohnenangriffe auf russisches Gebiet intensiviert, zuletzt traf sie Ölraffinerien in Tuapse und Perm. Der ukrainische Präsidentenberater Mychajlo Podoljak schloss allerdings einen Angriff auf die Zivilisten während der Parade aus. In Moskau werden laut BBC strenge Mobilfunkbeschränkungen vom 5. bis 9. Mai verhängt, und pro-kremlnahe Militärblogger hatten zuvor vor der Gefahr eines erfolgreichen Angriffs in der Hauptstadt gewarnt.
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