Musik mit Gedanken: iBand Saar testet Hirnstrom-Steuerung
Wichtige Fakten
- • Die iBand Saar ist eine inklusive Band, deren Mitglieder Tablets nutzen.
- • Informatiker Jonas Becker entwickelte eine Software zur Steuerung per Hirnströme.
- • Ferdinand Bedau, schwer mehrfachbehindert, konnte mit Gedanken ein Solo spielen.
- • Die Software unterscheidet zwei Zustände, etwa Denken an Drache Kokosnuss oder Benjamin Blümchen.
- • Langfristig soll die Software als Open Source verfügbar sein.
iBand Saar ermöglicht Musizieren per Gedanken
Die inklusive iBand Saar, in der körperlich beeinträchtigte Menschen mit Tablets Musik machen, testet eine neue Technologie: Mit Hirnströmen sollen Töne erzeugt werden. Der Informatiker Jonas Becker entwickelte ein Programm, das zwischen zwei Gedankenmustern unterscheidet und diese in Signale umwandelt. Bandmitglied Ferdinand Bedau, der nur den Kopf bewegen kann, steuerte damit ein Solostück bei den Special Olympics 2026 im Saarland bei.
Entwicklung und behindertengerechte Digitalisierung
Besonderes Augenmerk der Software liegt auf Nutzerfreundlichkeit und Barrierefreiheit. Die Entwickler planen, das gesamte System später als Open-Source-Software verfügbar zu machen. Die erfolgreichen Tests zeigen, dass Barrierefreiheit in hochdigitalisierten und kommunikationsgelenkten Arbeits- und Freizeitbereichen noch stärker ausgebaut werden kann, entsprechende Vorhaben lassen sich sogar über adaptive Instrumentsteuerung verwirklichen.
Praxistest erfolgreich absolviert
Um eine eindeutige und flexible Interaktion zu gewährleisten, wird der Prototyp schon einmal kontinuierlich geprüft, mitunter modifiziert. Die Ermutigung des Bandleiters spielte am Ende ebenso eine positive Rolle wie die zumindest teilweise Stabilisierung aller Weichen der Gedankendingstechnologie für ein gemeinschaftsorientiertes Spiel auf einem ansprechend inklusiven Spielfeld.
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