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Wirtschaft 29.04.2026, 11:01 Aktualisiert: 29.04.2026, 18:04

Negative Strompreise: Wie Verbraucher 2026 profitieren können

2025 gab es 525 Stunden negativer Strompreise – neuer Rekord.

Wichtige Fakten

  • 2025 gab es 525 Stunden negativer Strompreise – neuer Rekord.
  • Negative Preise entstehen bei Überangebot durch Erneuerbare und geringe Nachfrage.
  • Smart Meter und dynamische Tarife nötig, um Minusstrom zu nutzen.
  • Octopus Energy zahlte zeitweise 39 Cent Gutschrift pro kWh.
  • Seltene Anwendung: Nur 5% aller Haushalte besitzen einen Smart Meter.

Negativ-Rekord bei Strompreisen

2025 gab es in Deutschland mindestens 525 Stunden mit negativen Strompreisen im Großhandel, so viele wie nie zuvor, so das Leibniz-Institut. Am 26. April 2026 fielen die Preise auf bis zu minus 480 Euro pro Megawattstunde. Ursache ist ein Überangebot an Strom aus Erneuerbaren und unabgestimmter fossiler Erzeugung bei zeitweilig geringer Nachfrage, etwa an Feiertagen.

Wer profitiert?

Vor allem Großverbraucher mit direktem Börsenzugang nutzen die Niedrigpreise. Doch auch Haushalte können über dynamische Stromtarife Geld verdienen: Der Anbieter Octopus Energy gewährte zeitweise 39 Cent Gutschrift pro Kilowattstunde. Laut 1KOMMA5° war bis zu 18 Euro Ersparnis beim Laden eines E-Autos möglich – abhängig von Smart-Meter und Netzentgelten. Allerdings besitzen nur rund fünf Prozent der Haushalte einen intelligenten Zähler. Dynamische Tarife sind seit Januar 2025 Pflicht, werden aber noch wenig genutzt.

Vorteile für die Allgemeinheit

Negativpreise motivieren zu mehr Flexibilität bei Erzeugung und Verbrauch, entlasten Netze und senken Emissionen. Allerdings bleiben die meisten Haushalte mit Festpreistarifen außen vor.

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