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International 04.09.2026, 05:48 Aktualisiert: 04.09.2026, 10:00

Nepal: Zwei Arbeiter neun Tage nach Sturzflut lebend aus Tunnel gerettet

9 Tage nach Sturzflut zwei Männer aus Tunnel Trishuli 3A gerettet.

Wichtige Fakten

  • 9 Tage nach Sturzflut zwei Männer aus Tunnel Trishuli 3A gerettet.
  • Gesundheit: Einer stabil, anderer kritisch; Name: Sanjay Shah und Kabir Maharjan.
  • Über 500 Arbeiter noch vermisst, etwa 550 im Tunnel Trishuli.
  • Rettungskräfte hoffen auf weitere Überlebende; suchten bis Freitag.
  • Mindestens 1.287 Tote, über 5.000 Vermisste, Schäden 2,56 Mrd. Dollar.

Rettung nach neun Tagen

Rund neun Tage nach der verheerenden Sturzflut im Himalaya haben Rettungskräfte in Nepal zwei Arbeiter lebend aus dem Tunnel des Wasserkraftwerks Trishuli 3A geborgen. Sanjay Shah, Vorarbeiter, und Kabir Maharjan, Bauleiter, wurden in etwa 170 Metern Tiefe gefunden. Während Shahs Zustand stabil ist, wird Maharjan auf der Intensivstation behandelt und sein Zustand als kritisch eingestuft.

Rettungsoperation

Ein Tunnelingenieur, Arnold Dix, beschrieb die Aktion als "Schicht um Schicht an Wundern". Die Retter mussten den Eingang erst finden, der durch die Flut komplett verschüttet war, und dann mit Sprengstoff und Pumpen einen Weg bahnen. Schließlich gelang es, durch den Schlamm und Schutt an der Decke einen winzigen Kriechgang zu graben und so die Männer zu erreichen. Rettungskräfte hörten zuvor Stimmen aus dem Inneren und bekamen von und hoffen, dass diese nun auf weitere Überlebende stoßen.

Suche und Hoffnung

Lokale Behörden sprechen von bis zu 900 Beschäftigten, die bei 12 Wasserkraftprojekten entlang der Flüsse Bhotekoshi und Trishuli als vermisst gemeldet sind. Mehr als 270 Menschen wurden bereits gerettet, doch einige im Trishuli-3A-Tunnel werden weiter unter Luftblasen vermutet. Rettungskräfte bestätigten, dass sie weitere Stimmen hören und gehen von der Möglichkeit weiterer Überlebender aus, die in sogenannten Luftsäcken überlebt haben.

Bilanz der Katastrophe

Die Sturzflut, vermutlich ausgelöst durch einen Gletscherabbruch am Langtang Lirung, hat über 1.200 Menschen getötet und Landstriche entlang des Himalayas verwüstet. Die Kosten werden auf mindestens 2,5 Milliarden Dollar geschätzt, über 20.000 Häuser wurden zerstört oder beschädigt. Über 5.000 Menschen gelten weiterhin als vermisst; Dutzende von ihnen sind unter Schutt und Tonnen von Schlamm. Täglich drängen Angehörige auf Antworten, und jeder Einzelne, der gerettet wird, könnte ein Licht am Ende des dunklen Tunnels sein.

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