Neuseeland: Berüchtigte Wildkatze 'Neun Leben' nach Jahren gestoppt
Wichtige Fakten
- • Wildkatze 'Nine Lives' drei Jahre gesucht
- • Tötete etwa 30 seltene Pāteke-Enten (1% der Population)
- • Wurde Ende Juli in Käfig gefangen und erschossen
- • Körper soll für Aufklärungsarbeit ausgestopft werden
Ein langwieriger Kampf
Eine berüchtigte verwilderte Hauskatze namens „Nine Lives“ (Neun Leben) ist in Neuseeland nach dreijähriger Jagd gefangen und getötet worden. Das Tier hatte auf der Purerua-Halbinsel in der Nähe der Nordspitze der Nordinsel verheerende Schäden angerichtet. Es wird geschätzt, dass die große graue Katze Dutzende der seltensten Festlandenten des Landes – etwa ein Prozent der gesamten Population – sowie Kiwi-Küken, einheimische Geckos und andere Wildtiere getötet hat.
Erfolg für Naturschützer
Die Naturschutzgruppe „Pest Free Purerua“ hatte die Katze zuvor mit Fallen, Nachtkameras und Ködern zu fangen versucht. Das Tier zeigte jedoch ein sehr unberechenbares Verhalten und tauchte nur alle zwei bis drei Monate auf, was die Verfolgung extrem erschwerte. Andy Mentor, Projektleiter, erklärte: „Wir nehmen diesen Erfolg nicht als selbstverständlich, denn es hat uns so lange verwirrt.“
Debatte über Katzenhaltung
Die Tötung der Katze hat hitzige Diskussionen in den sozialen Medien ausgelöst. Während einige den Abschuss als unmenschlich empfinden, begrüßen andere ihn als Erfolg für den Artenschutz. Der Körper der Katze wird nun ausgestopft und soll als pädagogisches Werkzeug dienen, um die Öffentlichkeit über die verheerenden Auswirkungen verwilderter Katzen auf die heimische Tierwelt zu informieren. In Neuseeland streifen über 2,5 Millionen verwilderte Katzen durch die Wildnis, und die Regierung hat sie 2024 in ihre „Predator-Free-2050“-Strategie aufgenommen.
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