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Wissen 23.05.2026, 09:13

Nicht nur der Mensch: Auch viele Tiere haben schwere Geburten

Eine Studie analysierte 150 Studien zu Geburtskomplikationen bei über 100 Tierarten.

Wichtige Fakten

  • Eine Studie analysierte 150 Studien zu Geburtskomplikationen bei über 100 Tierarten.
  • Tödliche Komplikationen gibt es bei Affen, Huftieren und Elefanten.
  • Große Jungtiere führen öfter zu Problemen, etwa bei Seelöwen und Delfinen.
  • Umweltfaktoren wie Mikroplastik könnten ebenfalls eine Rolle spielen.
  • Die Sterblichkeit von Müttern beeinflusst die Geschlechterverteilung einer Population.

Geburtskomplikationen: Säugetiere betroffen

Die menschliche Geburt galt lange als besonders schwierig unter Säugetieren – doch eine Studie widerlegt dies. Die Analyse von Nicole Grunstra von der Universität Wien zeigt: Komplikationen treten auch in freier Wildbahn auf. Insgesamt wertete sie 150 Studien aus Humanmedizin, Veterinärmedizin sowie Zoo- und Wildtierbiologie aus.

Überraschende Erkenntnisse

Darunter fanden sich dokumentierte Geburtsprobleme bei über 100 Tierarten. Grunstra betont, dass tödliche Komplikationen auch bei Affen, Huftieren und Elefanten vorkommen. Besonders überraschend war das Ergebnis bei Walen und Delfinen – diese besitzen nur noch winzige Becken, dennoch können Föten zu groß für den Geburtskanal sein.

Weitere Einflussfaktoren

Laut Thomas Hildebrandt vom Leibniz-Institut sollten auch Umweltfaktoren wie Mikroplastik oder Hormone aus dem Abwasser untersucht werden. Könnten sie lebensrettend wirken? Die Forschung blickt auf eine Zeitreihe solcher Daten, um kritische Verbindungen zwischen eDaten und Schicksalen der Erdenbürger zu erkennen.

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