OnlyFans erzielt Rekordgewinn und schüttet 700 Millionen Dollar aus
Wichtige Fakten
- • OnlyFans erzielte 714 Millionen Dollar Vorsteuergewinn.
- • Der verstorbene Besitzer Leonid Radvinsky erhielt 700 Millionen Dollar Dividende.
- • OnlyFans zahlt 20% aller Einnahmen an die Plattform.
- • OnlyFans beschäftigt nur 47 Mitarbeiter bei hohem Gewinn.
- • Ofcom verhängte eine Millionenstrafe wegen unzureichender Alterskontrollen.
Rekordgewinn und hohe Dividenden für Verstorbenen Eigentümer
OnlyFans, die britische Streaming-Plattform, hat im letzten Geschäftsjahr einen Gewinn von 714 Millionen Dollar vor Steuern erzielt – ein Anstieg von 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der spätere Eigentümer Leonid Radvinsky erhielt Dividenden in Höhe von insgesamt über 700 Millionen Dollar, bevor er im März dieses Jahres verstarb. Die Ausschüttungen von 535 Millionen Dollar erfolgten im Geschäftsjahr, weitere 174 Millionen Dollar folgten bis Ende November 2025.
Kleine Belegschaft, große Erträge
Besonders bemerkenswert: Nur 47 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen, das damit eine außergewöhnlich hohe Profitabilität pro Kopf erzielt. Zum Vergleich: Der britische Einzelhändler Marks and Spencer erwirtschaftete mit über 65.000 Mitarbeitern einen Gewinn von 671 Millionen Pfund. OnlyFans verwaltet 132 Millionen zahlende Abonnenten und 2,5 Millionen aktive Creators.
Plattform für Kreative mit kontroversem Ruf
Die Plattform, die ursprünglich für Koch- und Fitnessinhalte startete, ist heute vor allem für pornografische Inhalte bekannt. Sie ermöglicht direkte Interaktionen und personalisierte Angebote zwischen Creators und Fans, wobei OnlyFans eine Provision von 20 Prozent einbehält. Geschäftsführerin Keily Blair betont, dass seit dem Start über 30 Milliarden Dollar an Creators ausgezahlt wurden und das Unternehmen 600 Millionen Pfund an Steuern in Großbritannien zahlte.
Regulatorische Aufsicht und Kontroversen
Allerdings steht OnlyFans auch in der Kritik: Eine BBC-Dokumentation deckte Vorwürfe von Ausbeutung und Gewalt gegen Creators auf. Die britische Aufsichtsbehörde Ofcom verhängte eine Geldstrafe von einer Million Pfund wegen unzureichender Auskünfte zu Alterskontrollen; Ermittlungen wegen möglichen Minderjährigen-Zugangs wurden fallen gelassen. Die Plattform verspricht, als sicheren und regulierten Raum zu agieren.
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