Pflegerin tötet Mutter an Weihnachten: Schuldunfähig wegen Depression
Wichtige Fakten
- • Stefania Glowka tötete ihre 86-jährige Mutter am 25.12.2025.
- • Sie wurde wegen verminderter Schuldfähigkeit vom Mordvorwurf freigesprochen.
- • Glowka war depressiv und alleinige Pflegerin ihrer kranken Mutter.
- • Sie schilderte die Tat als spontane Entscheidung im Zustand der Verzweiflung.
- • Das Gericht folgte nach psychiatrischen Gutachten der Einlassung.
Fall einer pflegenden Tochter
Eine 64-jährige Frau ist am Montag am Bristol Crown Court vom Vorwurf des Mordes an ihrer pflegebedürftigen Mutter freigesprochen worden. Stefania Glowka hatte die 86-jährige Tamara Glowka am Weihnachtsmorgen 2025 in ihrer gemeinsamen Wohnung in Devizes, Wiltshire, mit einem Gürtel erdrosselt. Sie plädierte auf Totschlag aufgrund verminderter Schuldfähigkeit, was die Geschworenen akzeptierten.
Jahrelange Pflege lastete schwer
Glowka war seit 2004 die alleinige Pflegerin ihrer Mutter, die an Schizophrenie und Psychosen litt und kein Englisch sprach. Beide Frauen waren isoliert, ohne Familie oder Kinder. Stefania selbst litt an einer rezidivierenden depressiven Störung. In einer polizeilichen Vernehmung, die im Gericht abgespielt wurde, sagte sie: „Ich bin das einzige Kind einer alleinerziehenden Mutter. Wir sind wie zwei alte Dinosaurier am Ende der Linie.“
Spontane Tat im „Nebel der Verzweiflung“
Die Verteidigung argumentierte, Stefania habe in der Nacht gehandelt, als sie sich nicht mehr in der Lage sah, weiterzumachen. Ihr Anwalt Nicholas Corsellis beschrieb die Tat als einen Akt im „Nebel der Verzweiflung“, der durch die schwere Depression die rationale Urteilsfähigkeit der Angeklagten aufgehoben habe. Staatsanwalt Simon Jones hingegen hatte argumentiert, es sei eine vorsätzliche Tat gewesen, da Stefanias Handlungen Planung erkennen ließen. Letztlich folgten die Geschworenen der Verteidigung. Stefania Glowka muss noch am selben Tag das Strafmaß erwarten.
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