Piusbruderschaft weiht vier Bischöfe trotz päpstlicher Warnung
Wichtige Fakten
- • Exkommunikation aller Beteiligten nach Bischofsweihe ohne Zustimmung des Papstes.
- • Weihe von Bischöfen aus der Schweiz, Frankreich und den USA.
- • Live-Stream der Zeremonie mit Übersetzung in mehrere Sprachen.
- • Wachsender Zulauf in den USA, Frankreich und Deutschland.
- • Erste schwere Krise für Papst Leo XIV. seit seiner Wahl.
Aktuelle Entwicklung
Trotz einer Warnung von Papst Leo XIV. hat die traditionalistische Piusbruderschaft (SSPX) in Ecône, Schweiz, vier Bischöfe geweiht. Die Beteiligten – darunter ein Schweizer, ein Franzose und zwei US-Amerikaner – wurden aufgrund der fehlenden Zustimmung automatisch exkommuniziert. Die Zeremonie wurde live gestreamt und in mehrere Sprachen übersetzt.
Hintergrund des Konflikts
Wie bereits berichtet, lehnt die Piusbruderschaft die Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962–1965) ab. Gründer Marcel Lefebvre wurde 1988 selbst exkommuniziert, nachdem er ohne Erlaubnis Bischöfe geweiht hatte. Heute hat die Bewegung nach eigenen Angaben knapp 1.500 Priester und wächst international, auch in Deutschland, wo kürzlich fünf Priester geweiht wurden. Der Zulauf wird auf das traditionelle lateinische Messritual zurückgeführt, das besonders junge Menschen anspricht.
Politische Dimension
Unter den Zuschauern in Ecône befanden sich Mitglieder italienischer neofaschistischer Gruppierungen wie Forza Nuova, zeigen Behörden aus Italien. Medienberichten zufolge wird die SSPX auch von rechten Kreisen unterstützt. Die Weigerung der Bruderschaft, die päpstliche Autorität anzuerkennen, stellt die erste ernsthafte Krise für Papst Leo XIV. dar, der seit seiner Wahl 2025 die Einheit der Kirche betont hat.
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