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Kultur 16.03.2026, 05:26 Aktualisiert: 16.03.2026, 15:14

Oscars 2026: Politthriller 'One Battle After Another' räumt ab, historische Siege und erhöhte Sicherheit

'One Battle After Another' gewann sechs Oscars, darunter bester Film und Regie für Paul Thomas Anderson.

Wichtige Fakten

  • 'One Battle After Another' gewann sechs Oscars, darunter bester Film und Regie für Paul Thomas Anderson.
  • Michael B. Jordan ist der siebte schwarze Schauspieler, der als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet wurde.
  • Jessie Buckley ist die erste Irin, die den Oscar als beste Hauptdarstellerin gewonnen hat.
  • Autumn Durald Arkapaw ist die erste Frau, die den Oscar für die beste Kamera gewann.
  • Die Sicherheit war aufgrund des US-israelischen Konflikts im Iran deutlich erhöht.

Hauptgewinner und Regieerfolg

Der Politthriller 'One Battle After Another' von Regisseur Paul Thomas Anderson war der große Gewinner der 98. Oscar-Verleihung in Los Angeles. Der Film, der von militanten linken Aktivisten in den USA handelt, gewann sechs Auszeichnungen, darunter den Oscar für den besten Film und die beste Regie. Anderson, der zuvor trotz seiner Anerkennung in Hollywood nie einen Oscar gewonnen hatte, dankte in seiner Rede humorvoll und bezeichnete die Arbeit am Film als 'wunderbare Reise'. Mit 13 Nominierungen war er als Favorit ins Rennen gegangen, übertraf aber den mit 16 Nominierungen angetretenen Vampirdrama 'Sinners', der vier Oscars erhielt, unter anderem für das beste Originaldrehbuch und die beste Filmmusik.

Schauspielpreise und historische Momente

In den Schauspielkategorien gab es Überraschungen: Michael B. Jordan gewann als bester Hauptdarsteller für 'Sinners' und setzte sich gegen Leonardo DiCaprio und Timothée Chalamet durch. In seiner Dankesrede erwähnte er die sieben vorherigen schwarzen Oscar-Gewinner und betonte, dass er 'wegen der Menschen, die vor ihm kamen' stehe. Die beste Hauptdarstellerin wurde die Irin Jessie Buckley für ihre Rolle in 'Hamnet', was einen historischen Moment darstellt, da sie die erste Irin ist, die diesen Preis gewinnt. Sie widmete den Preis ihrer Tochter und dem 'schönen Chaos eines Mutterherzens'. Die besten Nebendarsteller waren Sean Penn für 'One Battle After Another', der selbst nicht anwesend war, und Amy Madigan für den Horrorfilm 'Weapons'.

Weitere Highlights und Sicherheitsmaßnahmen

Das norwegische Drama 'Sentimental Value' wurde als bester internationaler Film ausgezeichnet. Der deutsche Beitrag 'In die Sonne schauen' schaffte es nicht in die Endrunde. Die Veranstaltung war von erhöhter Sicherheit geprägt, aufgrund der geopolitischen Spannungen im Zusammenhang mit dem Konflikt zwischen den USA und Israel im Iran. Dies führte zu mehreren Sicherheitsperimetern, Verkehrsmanagementplänen und einer sichtbaren Polizeipräsenz im Hollywood-Gebiet. Es gab auch einen seltenen Gleichstand in der Kategorie Bester Kurzfilm, der letzte war 2013.

Internationaler Einfluss und technische Auszeichnungen

Der animierte Film 'Kpop Demon Hunters' gewann zwei Oscars, darunter den für den besten animierten Film und den besten Originalsong, was den ersten Oscar-Sieg für einen K-Pop-Song markiert. Der Erfolg des Films unterstreicht den wachsenden globalen Einfluss der koreanischen Popkultur. In der Kategorie für visuelle Effekte gewann der Fantasyfilm 'Avatar: Fire and Ash', während die deutschen Nominierten Michael Ralla und Guido Wolter für 'Sinners' leer ausgingen. Historisch war auch der Sieg von Autumn Durald Arkapaw als erste Frau in der Kategorie Beste Kamera.

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