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International 23.07.2026, 10:30 Aktualisiert: 23.07.2026, 12:04

Polizei räumt Fehler ein: Handys des Synagogen-Attentäters ungeprüft

Attentäter Jihad al-Shamie war wegen mutmaßlicher Vergewaltigung auf Kaution.

Wichtige Fakten

  • Attentäter Jihad al-Shamie war wegen mutmaßlicher Vergewaltigung auf Kaution.
  • Polizei beschlagnahmte Handys im Februar und September 2025, wertete sie aber nicht aus.
  • Geräte enthielten Hinweise auf extremistische Gesinnung.
  • Zwei Menschen starben bei dem Angriff auf die Heaton-Park-Synagoge.
  • Polizeichef Sir Stephen Watson entschuldigte sich öffentlich.

Neue Details zum Tathergang

Jihad al-Shamie, der am Jom-Kippur-Angriff auf die Heaton-Park-Synagoge in Manchester beteiligt war, befand sich zum Zeitpunkt der Tat wegen eines mutmaßlichen Vergewaltigungsvorwurfs auf Kaution. Die Polizei hatte am 13. Februar und 21. September 2025 seine Mobilgeräte beschlagnahmt, jedoch nicht ausgewertet. Diese enthielten später gefundene Belege seiner extremistischen Gesinnung – eine, wie Chefwachtmeister Sir Stephen Watson einräumte, „verpasste Gelegenheit“.

Reaktion der Polizei

Sir Stephen Watson entschuldigte sich für das Versäumnis und kündigte eine interne Überprüfung an. Die unabhängige Polizeiaufsichtsbehörde IOPC untersucht nun „alle vorherigen Kontakte“ zwischen der Polizei und al-Shamie, einschließlich des Umgangs mit Vergewaltigungsvorwürfen. Ein Beamter steht wegen möglichen Fehlverhaltens in diesem Zusammenhang unter Verdacht.

Gerichtliches Nachspiel

Al-Shamie starb bei dem Anschlag am 2. Oktober 2025, bei dem er mit einem Auto und einem Messer zwei Männer tötete. Sein Freund Mohammad Bashir wurde zu lebenslanger Haft verurteilt, nachdem er gemeinsam mit al-Shamie einen Anschlag auf die britische Verteidigungsakademie geplant hatte. Die geplanten Inquests über die Todesfälle sollen im Frühjahr 2027 stattfinden.

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