Putin unter Druck: Russlands Wirtschaft und Zustimmungswerte bröckeln
Wichtige Fakten
- • Wirtschaftswachstum in Russland schrumpfte im Januar/Februar um 1,8 %.
- • Zustimmung zu Putin sank auf 73 %, niedrigster Wert seit Kriegsbeginn.
- • Ukrainische Drohnen greifen gezielt russische Ölraffinerien an.
- • Leitzins wurde von 21 auf 14,5 % gesenkt, Investitionen bleiben eingefroren.
- • Mehrwertsteuer stieg auf 22 %, Konsum leidet.
Hintergrund: Wirtschaftskrise in Russland
Vier Jahre nach der Vollinvasion der Ukraine gerät die russische Wirtschaft zunehmend unter Druck. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte laut Putin im ersten Quartal 2026 um 1,8 Prozent – offiziell bedingt durch Kalender- und Wetterfaktoren. Die Sanktionen des Westens zeigen Wirkung: Öl- und Gaseinnahmen sinken, während ukrainische Drohnen immer häufiger Raffinerien im Ural und Westsibirien treffen. Ziel ist die Exportinfrastruktur, wie Angriffe auf die wichtigsten Raffinerien bei Sankt Petersburg, Tuapse und Ust-Luga belegen.
Folgen für die Bevölkerung
Steigende Steuern, eine erhöhte Mehrwertsteuer von 22 Prozent und hohe Lebensmittelpreise belasten die russische Bevölkerung. Selbst staatliche Umfragen zeigen sinkende Zustimmungswerte für Putin, derzeit 73 Prozent, der niedrigste Stand seit Kriegsbeginn. In sozialen Medien wächst die Unzufriedenheit über verschlechterte Lebensbedingungen und die Einschränkung des Internets. Doch öffentliche Kritik am Krieg bleibt tabu – selbst die regierungsnahe Kommunistische Partei KPRF mahnt lediglich eine ruinöse (Zins-)Politik an.
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