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Wirtschaft 05.05.2026, 10:31 Aktualisiert: 05.05.2026, 15:04

Reiseveranstalter kündigen keine Preiserhöhungen für bereits gebuchte Reisen an

Große Reiseveranstalter erheben keine Nachzahlungen für bereits gebuchte Reisen.

Wichtige Fakten

  • Große Reiseveranstalter erheben keine Nachzahlungen für bereits gebuchte Reisen.
  • Trotz steigender Kerosinpreise bleiben bestehende Preise gültig.
  • Künftige Buchungen könnten sich aufgrund der Kostensteigerung verteuern.
  • Wirtschaftsministerin versichert ausreichende Kerosinversorgung.

Die großen deutschen Reiseveranstalter TUI, Alltours und Dertour haben sich laut einem Bericht des Tagesspiegels dazu entschlossen, die Preise für bereits gebuchte Reisen trotz gestiegener Kerosinkosten nicht nachträglich zu erhöhen. Dies gab der Dertour-Chef Christoph Debus bekannt. Eine nachträgliche Preiserhöhung wäre vertraglich möglich, wenn die Kostensteigerung nachweislich das Kerosin betrifft und der Aufschlag mindestens 20 Tage vor Reisebeginn mitgeteilt wird. Bei einem Aufschlag von über acht Prozent hätten Kunden ein Sonderrücktrittsrecht.

Für zukünftige Buchungen schließen die Veranstalter jedoch Preisanstiege nicht aus. Sollte der Kerosinpreis auf hohem Niveau bleiben, müssten die Kosten weitergegeben werden. Die Urlaubsreisen selbst seien nicht gefährdet: Die Veranstalter versichern, dass die Sommerreisen wie geplant stattfinden können. Bei möglichen Flugplanänderungen aufgrund von Kerosinmangel würden die Gäste umgehend informiert und Alternativen angeboten. Auch der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport hält an seinem Passagierziel von 188 bis 195 Millionen fest und verzeichnete im ersten Quartal Zuwächse im Fernost-Verkehr, die Rückgänge im Nahost-Verkehr ausglichen.

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