Rekordtemperaturen vor Kaliforniens Küste: Droht ein neuer "Blob"?
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Wichtige Fakten
- • Messstationen verzeichnen Temperaturen bis zu 10°F über historischem Durchschnitt.
- • Ein Hochdrucksystem verursacht die Hitzewelle, nicht El Niño.
- • Die Erwärmung bedroht die für das Ökosystem wichtige Nährstoffzufuhr (Upwelling).
- • Forscher fürchten einen Rückkopplungseffekt, der die Bedingungen verstärkt.
- • Vergleich mit dem "Blob" von 2014–2016, der Meerestiere massiv schädigte.
Rekordtemperaturen im Pazifik
Vor der Küste Kaliforniens werden seit Monaten rekordhohe Wassertemperaturen gemessen, mit Spitzenwerten von bis zu 10°F über dem historischen Durchschnitt. Die aktuelle marine Hitzewelle wird nicht durch das typische El Niño-Phänomen verursacht, sondern durch ein stationäres Hochdrucksystem, das Luft und Meer erwärmt. Forscher vergleichen die Situation mit dem "Blob", einer dreijährigen Hitzewelle vor einem Jahrzehnt, die marine Ökosysteme schwer schädigte.
Bedrohung für das marine Ökosystem
Die anhaltende Erwärmung bedroht den für die kalifornische Meeresfauna lebenswichtigen Prozess des Upwellings – das Aufsteigen nährstoffreichen Tiefenwassers. Sollte das Hochdrucksystem persistieren, könnte dieser Nährstoffnachschub unterbrochen werden, was Phytoplankton und damit die gesamte Nahrungskette gefährdet. Bereits der "Blob" führte zu massiven Einbrüchen bei Fischbeständen wie der Dungeness-Krabbe.
Ungewisse Entwicklung
Obwohl die Temperaturen zuletzt leicht sanken, bleibt die weitere Entwicklung ungewiss. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob die Hitzewelle abklingt oder sich zu einem langanhaltenden Ereignis entwickelt. Klimawandel-bedingte Meereserwärmung und atmosphärische Veränderungen begünstigen solche Extremereignisse, deren genaue Ursachen noch erforscht werden.
Wie dieser Artikel entstanden ist
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