Rentendebatte: Ost-Länder fordern besondere Berücksichtigung
Wichtige Fakten
- • Schulze: Im Osten ist Rente oft einzige Alterssicherung.
- • Weniger Betriebsrenten und private Vorsorge in Ostdeutschland.
- • Merz: Gesetzliche Rente wird nur noch Basisabsicherung sein.
- • Generation X muss wegen Demografie niedrigere Renten erwarten.
Ost-Länder pochen auf Berücksichtigung bei Rentenreform
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) hat die Bundesregierung aufgefordert, bei der geplanten Rentenreform die besonderen Belange Ostdeutschlands zu berücksichtigen. „In Ostdeutschland ist die Rente nicht die Basisabsicherung, sondern oft die einzige Basis für ein Altern in Würde“, sagte Schulze dem „Stern“. Begründung: In Ostdeutschland gebe es weniger Betriebsrenten, geringeres Vermögen und weniger Immobilienbesitz. Zudem liege das Durchschnittsalter in Sachsen-Anhalt mit 48 Jahren rund 3,5 Jahre über dem Bundesdurchschnitt. Eine auskömmliche Rente sei auch für den gesellschaftlichen Frieden existenziell.
Generation X steht vor Herausforderungen
Kanzler Friedrich Merz (CDU) hatte mit seiner Aussage, die gesetzliche Rente werde nur noch eine Basisabsicherung sein, eine Debatte ausgelöst. Die Generation X (Jahrgänge 1965–1980) sei besonders betroffen: Sie profitiert nicht mehr von großzügigen Rentenregelungen wie die Babyboomer, hat aber weniger Zeit als Jüngere, um privat vorzusorgen. Anlagesexperten betonen jedoch, dass es nie zu spät ist: Selbst 17 Jahre vor Rentenbeginn könne man mit ETFs eine Rendite von rund 20.000 Euro erzielen. Die Bundesregierung plant ab 2027 ein gefördertes Altersvorsorgedepot.
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