Rubio trifft Papst Leo: Bemühungen um Schadensbegrenzung nach Trumps Angriffen
Wichtige Fakten
- • US-Außenminister Marco Rubio traf Papst Leo im Vatikan.
- • Trump hatte den Papst zuvor scharf wegen dessen Iran-Kritik attackiert.
- • Der Vatikan betonte die Notwendigkeit, unermüdlich für Frieden zu arbeiten.
Rubio trifft Papst Leo im Vatikan
US-Außenminister Marco Rubio ist am Donnerstag zu einem Treffen mit Papst Leo im Vatikan eingetroffen. Das Treffen gilt als Versuch, die Beziehungen nach wiederholten verbalen Angriffen von US-Präsident Donald Trump auf den Pontifex zu entspannen. Der Vatikan erklärte, beide Seiten hätten über die Notwendigkeit gesprochen, sich unermüdlich für den Frieden einzusetzen, insbesondere in Kriegsgebieten. Rubio überreichte dem Papst einen kleinen kristallenen Football und scherzte über Leos Vorliebe für Baseball.
Hintergrund der Spannungen
Trump hatte den Papst zuvor scharf kritisiert, weil dieser sich gegen den Iran-Krieg ausgesprochen hatte. Er warf Leo vor, Atomwaffen zu unterstützen und Katholiken zu gefährden. Der Papst wies die Vorwürfe zurück und betonte, die Kirche lehne seit Jahren alle Atomwaffen ab. Die Beziehungen zwischen Washington und dem Vatikan sind laut Beobachtern so angespannt wie nie zuvor. Am Freitag wird Rubio auch die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni treffen, die sich nach Trumps Attacken auf den Papst zunehmend von ihm distanziert hat.
Diplomatische Mission
Neben dem Treffen mit dem Papst sprach Rubio auch mit Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin, der Trumps Angriffe zuvor als „ziemlich seltsam“ bezeichnet hatte. Ein US-Beamter beschrieb die Gespräche als „freundlich und konstruktiv“. Unklar bleibt, ob die Gespräche die zerrütteten Beziehungen nachhaltig verbessern können. Auch die Zukunft der rund 13.000 US-Soldaten in Italien dürfte Thema gewesen sein, nachdem Trump einen möglichen Abzug angedeutet hatte.
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