Russland stationiert wohl Atomraketen am Meeresgrund
Wichtige Fakten
- • Russland testet offenbar Atomraketen am Meeresgrund.
- • Projektname 'Skythen' wurde westlichen Geheimdiensten bekannt.
- • Raketen sollen tausende Kilometer Reichweite haben.
- • Meeresbodenvertrag von 1971 verbietet nur internationale Gewässer.
- • Militärexperten sehen psychologische Abschreckung als Ziel.
Geheimprojekt 'Skythen' enthüllt
Wie Recherchen von WDR und NDR zeigen, verfolgt Russland ein geheimes Militärprojekt namens 'Skythen', bei dem Atomraketen in Silos auf dem Meeresgrund stationiert werden. Ein Spezialschiff 'Zvezdochka' und ein U-Boot 'Sarov' sollen dabei zum Einsatz kommen. Die Raketen vom Typ 'Skif' sind eine modifizierte Version der U-Boot-Rakete 'Sineva' und haben eine Reichweite von mehreren Tausend Kilometern.
Nato zeigt sich besorgt
Die NATO beobachtet das Projekt mit Sorge, da die versteckt platzierten Abschussrampen kaum zu entdecken und zu bekämpfen wären. Verträge verbieten Atomwaffen zwar auf dem Meeresboden internationaler Gewässer, nicht aber in nationalen Hoheitsgewässer – russische Denkfabriken verweisen auf diese Lücke. Experten wie Helge Adrians sehen darin den Versuch, Kosten zu sparen und gleichzeitig Abschreckung zu erzeugen.
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