Schulessen in England: Gesunde Ernährung bleibt eine Herausforderung
Wichtige Fakten
- • Seit 1980 gibt es keine Mindestnährstoffanforderungen für Schulessen.
- • 77% der Schulen kürzten in der Pandemie die Mittagspausen.
- • Viele Schulen sind von Ernährungsstandards befreit.
Überblick
Das Schulessen in England steht seit fast 50 Jahren unter politischem und wirtschaftlichem Druck. Die Abschaffung von Mindestnährstoffanforderungen unter Margaret Thatcher und spätere Sparmaßnahmen haben die Qualität beeinträchtigt. Trotz Bemühungen wie den Schulernährungsstandards von 2009 erschweren Faktoren wie kürzere Pausen und die Befreiung von Akademien von Standards die Bereitstellung gesunder Mahlzeiten.
Aktuelle Herausforderungen
Die COVID-19-Pandemie verschärfte die Situation, mit verkürzten Mittagspausen und ungesünderem Essen in vielen Schulen. Hohe Lebensmittel- und Personalkosten führen dazu, dass private Anbieter oft billigere, weniger nahrhafte Gerichte anbieten. Zunehmend greifen Schüler zu ungesunden "grab-and-go"-Optionen wie Pizza, da die Einhaltung von Standards kaum kontrolliert wird.
Politische Initiativen
Die Labour-Regierung erkennt die Probleme an und überprüft gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium die Schulernährungsstandards, um eine gesündere Generation zu fördern. Allerdings fehlt es an klaren Durchsetzungsmechanismen, was die Wirksamkeit dieser Bemühungen gefährdet.
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