Labour und Reform UK gleichauf: Grüne feiern „seismischen“ Erfolg nach schottischer Wahl
Wichtige Fakten
- • Labour und Reform UK liegen mit je 17 Sitzen gleichauf.
- • Pro-Unabhängigkeitslager (SNP/Grüne) hat 73 von 129 Sitzen.
- • Wahlbeteiligung fällt auf 53,1 %, 10 Punkte weniger als 2021.
- • Grüne gewinnen 15 Sitze, darunter erstmals zwei Wahlkreise.
- • SNP sichert sich 58 Sitze, verfehlt aber absolute Mehrheit.
Knapper Wahlsieg für SNP, Labour und Reform UK gleichauf
Die Scottish National Party (SNP) hat die fünfte schottische Parlamentswahl in Folge gewonnen, verfehlte jedoch ihr Ziel einer absoluten Mehrheit. Mit 58 Sitzen bleibt sie stärkste Kraft, benötigt aber 65 Sitze für eine Alleinregierung. Der überraschende Durchbruch gelang Reform UK: Sie zog mit 17 Sitzen erstmals ins schottische Parlament ein und liegt damit gleichauf mit Labour – ein Novum, das zu einer geteilten Oppositionsführung führt. Während Labour unter Anas Sarwar die Niederlage angesichts der Unpopularität von Premierminister Starmer eingestand, gewannen die Schottischen Grünen mit 15 Sitzen ein „seismisch“ genanntes Ergebnis, gestärkt durch Proteste gegen die Gaza-Politik und Unzufriedenheit mit der SNP.
Rekordverlust bei Beteiligung und bekräftigte Pro-Unabhängigkeitsmehrheit
Das Lager der Unabhängigkeitsbefürworter (SNP und Grüne) kommt auf 73 der 129 Sitze und hat damit weiterhin eine klare Mehrheit, wenngleich eine formelle Koalition wohl unwahrscheinlich ist. Die Konservativen stürzten auf 12 Sitze ab. Besonders besorgniserregend in einer zunehmend politikverdrossenen Wählerschaft ist die Rekord-Wahlbeteiligung: Sie fiel mit 53,1 % um 10 Prozentpunkte – ein Zeichen dafür, dass die großen Probleme Schottlands ohne breite Rückendeckung der Bevölkerung angegangen werden müssen.
Unabhängigkeitslager hat 73 Sitze, Regierungsbildung erwartet
SNP-Chef John Swinney sieht sich durch den Wahlausgang gestärkt und kann auf die Wiederwahl zum Ersten Minister hoffen.
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