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Wirtschaft 26.05.2026, 04:29 Aktualisiert: 26.05.2026, 06:00

Solarförderung für Eigenheime: Streit um geplante Kürzung der Einspeisevergütung

Bundeswirtschaftsministerium will Einspeisevergütung für kleine PV-Anlagen ab 2027 streichen.

Wichtige Fakten

  • Bundeswirtschaftsministerium will Einspeisevergütung für kleine PV-Anlagen ab 2027 streichen.
  • Photovoltaik sei marktfähig und rechne sich oft durch Eigenverbrauch, so Ökonom Ralph Henger.
  • Kritiker warnen vor Ausbremsung der Energiewende und Komplikationen für Privatleute.
  • Überschüssiger Solarstrom verursacht hohe Kosten für Netze und Steuerzahler.
  • Für Direktvermarktung benötigte Smart Meter sind in Deutschland kaum verbreitet.

Hintergrund der geplanten Förderkürzung

Das Bundeswirtschaftsministerium unter Katherina Reiche (CDU) plant, die Einspeisevergütung für neue kleine Photovoltaikanlagen ab 2027 zu streichen. Als Grund wird die gesunkene Wirtschaftlichkeit genannt: Anlagen rechneten sich inzwischen auch ohne Förderung. Während Branchenvertreter einen Markteinbruch fürchten, begrüßen Ökonomen den Schritt als überfällig.

Auswirkungen auf Hausbesitzer und Branche

Derzeit installieren viele Hausbesitzer noch schnell Anlagen, etwa Thomas Fickert aus der Nähe von Trier, der eine 11-kW-Anlage mit Speicher kauft, die sich in 12 Jahren amortisieren soll. Ohne Förderung hätte er kleiner gebaut. Anlagenbauer Henning Lorang berichtet von einem Run auf PV-Anlagen, befürchtet aber langfristig einen dramatischen Einbruch des Marktes.

Kontroversen um Energiewende-Tempo

Während eine zu starke Förderung zu Netzüberlastungen und Milliardenkosten führt, warnen Energieforscher wie Volker Quaschning vor einer Verlangsamung des Ausbaus erneuerbarer Energien. Er fordert mehr Tempo, statt die Einspeisevergütung zu kürzen. Ökonom Henger plädiert dagegen für mehr Netzausbau und Digitalisierung.

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