Teilen:
Politik 01.08.2026, 06:05 Aktualisiert: 01.08.2026, 08:00

Spannungen im Ärmelkanal: Russland testet britische Reaktionen

Russische Fregatte Neutraschimy übte am 20. Juli in der Nähe von Plymouth.

Wichtige Fakten

  • Russische Fregatte Neutraschimy übte am 20. Juli in der Nähe von Plymouth.
  • Britischer Premier Burnham kündigte zehn Milliarden Euro für Atom-U-Boote an.
  • Im Juni beschoss die russische Marine eine Jacht im Ärmelkanal.
  • Mit Sanktionen belegte Tanker der Schattenflotte verkaufen weiterhin Öl.
  • Militärexperten sehen einen Test der neuen britischen Regierung durch Russland.

Russland erhöht Druck auf Großbritannien

Russische Marineschiffe haben im Ärmelkanal erneut mit Schießübungen provoziert. Die Fregatte Neutraschimy führte am 20. Juli eine Übung in internationalen Gewässern nahe Plymouth durch, nur 40 Meilen vor der britischen Küste. Während dies juristisch zulässig ist, werten Experten es als bewusste Machtdemonstration gegenüber der neuen britischen Regierung.

Britische Antwort: Ausbau der Atomwaffen

Premierminister Andy Burnham besuchte eine Werft in Barrow, wo Atom-U-Boote gebaut werden, und kündigte Investitionen von rund zehn Milliarden Euro in die nukleare Abschreckung an. Großbritannien will seine Verteidigungsausgaben weiter erhöhen, um den NATO-Zielen gerecht zu werden und auf wachsende geopolitische Spannungen zu reagieren.

Vorfälle im Ärmelkanal sorgen für Kritik

Verteidigungsminister Wes Streeting kritisierte das russische Verhalten als unverantwortlich und verwies auf einen Vorfall im Juni, bei dem die Fregatte Admiral Grigorowitsch Schüsse auf eine Jacht abgegeben hatte. Die Jachtbesitzer widersprachen der russischen Darstellung, wonach sich das Boot auf einem gefährlichen Kurs befunden habe.

Schattenflotte als Wirtschaftsfaktor

Die Royal Navy hat zuvor einen Tanker der russischen Schattenflotte gestoppt, um Sanktionsverstöße zu prüfen. Die aus hunderten Schiffen bestehende Flotte umgeht Sanktionen und finanziert so den russischen Krieg. Militärexperten wie Kevin Rowlands fordern härtere Maßnahmen, etwa gegen Versicherer der Reedereien.

Kein Briefing mehr verpassen

Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.

Mit der Anmeldung akzeptieren Sie unsere Datenschutzbestimmungen. Abmeldung jederzeit.