Busunglück in Ungarn: Zwölf Tote bei Pilgerreise – Fahrer offenbar eingeschlafen
Wichtige Fakten
- • Zwölf Tote bei Busunfall auf M3 bei Mezőkeresztes.
- • Bus mit 57 Pilgern aus Polen auf Rückreise von Međugorje.
- • Fahrer überlebte und wurde festgenommen, offenbar eingeschlafen.
- • Ein Mensch in Lebensgefahr, zehn schwer-, 37 leichtverletzt.
- • Schwerster Busunfall in Ungarn seit 2003 (33 Tote).
Nächtlicher Unfall auf der M3
In der Nacht zum Sonntag ereignete sich auf der ungarischen Autobahn M3 ein schwerer Busunfall. Zwölf Menschen kamen ums Leben, als ein Reisebus aus Polen mit einer Pilgergruppe nahe der Ortschaft Mezőkeresztes, etwa 140 Kilometer östlich von Budapest, von der Fahrbahn abkam und in einen Straßengraben stürzte. Nach Polizeiangaben dürfte der 37-jährige Fahrer am Steuer eingeschlafen sein. Er überlebte den Unfall und wurde noch am Unfallort festgenommen.
Opfer und Rettungsmaßnahmen
An Bord befanden sich 57 Passagiere und zwei Fahrer. Ungarns Rettungsdienst bilanziert: ein Mensch in Lebensgefahr, zehn schwer- und 37 leicht Verletzte. Die Verletzten wurden in Krankenhäuser in Eger, Debrecen und Miskolc gebracht. Zunächst mussten 35 Menschen gerettet werden, später wurde der hintere Teil des 24-Tonnen-Busses angehoben, um weitere Insassen zu befreien. Polens Ministerpräsident Péter Magyar kondolierte den Familien, ebenso Polens Präsident Karol Nawrocki.
Pilger aus Polen auf Rückreise
Nach Angaben der Behörden brachte der Bus die Pilgergruppe aus dem südöstlichen Polen (Podkarpackie) auf dem Rückweg von der Wallfahrt zur katholischen Gedenkstätte in Međugorje in Bosnien-Herzegowina in die Heimat zurück. Das Unglück ist das schwerste seiner Art in Ungarn seit 2003, als ein Zug an einem Bahnübergang in einen Reisebus raste und 33 Menschen starben. Polens Verkehrsminister kündigte verstärkte Kontrollen von Bussen und Lenkzeiten an.
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