Tote Hosen fordern Gesetz gegen Ticketwucher
Wichtige Fakten
- • Koalition will Ticket-Zweitmarkt regulieren, aber noch kein Gesetz.
- • Gewerbliche Wiederverkäufer kaufen Tickets oft per Bots auf.
- • Band Tote Hosen unterzeichnete offenen Brief gegen Ticketwucher.
- • Bundesjustizministerin Hubig kündigt Prüfung möglicher Regeln an.
Aufruf von Die Toten Hosen
Die Band Tote Hosen ruft die Bundesregierung dazu auf, rasch ein Gesetz gegen Ticketwucher vorzulegen. Bassist Andi Meurer sprach in den tagesthemen von einem „Riesenproblem mit Dringlichkeit. Er verwies auf bereits vorhandene Regelungen in anderen Ländern.
Hintergrund des offenen Briefes
Die Band zählt zu den Unterzeichnern eines offenen Briefes des Verbands freier Musikschaffender Pro Musik. Der Brief prangert an, dass gewerbliche Händler Tickets in Massen aufkaufen, teils per Bots, und sie zu überhöhten Preisen weiterverkaufen. Das Geld komme weder Künstlern noch Veranstaltern zugute.
Reaktionen und Zuständigkeit
Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) hat bereits Unterstützung signalisiert. Im Koalitionsvertrag hatten CDU, CSU und SPD die Regulierung des Zweitmarktes vereinbart, bisher aber nicht umgesetzt.
Verantwortung der Künstler
Sänger Campino betonte, auch Künstler müssten bei hoher Nachfrage Preisdeckelung in Erwägung ziehen, um eine Spirale nach oben zu vermeiden. Die Band wolle sich weiter politisch engagieren, auch nach dem letzten Album.
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