Trump bremst bei Iran-Deal: Ölpreis fällt, Börsen steigen
Wichtige Fakten
- • Brent-Rohöl fällt um 5,5 % auf unter 98 Dollar.
- • Nikkei-Index in Japan steigt um 3,2 % auf Rekordhoch.
- • Trump fordert Zeit für Iran-Verhandlungen, kein übereiliger Deal.
- • Iran stimmt prinzipiell zu, die Straße von Hormus zu öffnen.
- • US-Blockade iranischer Häfen bleibt bis zur Unterzeichnung bestehen.
Ölpreissturz und Börsenrallye
Die Aussicht auf eine mögliche Friedensvereinbarung zwischen den USA und dem Iran hat die Ölpreise am Montag auf den tiefsten Stand seit zwei Wochen fallen lassen. Die Nordseesorte Brent verbilligte sich um rund 5,5 Prozent auf 97,90 Dollar pro Fass, US-Öl wurde mit 90,99 Dollar gehandelt. Parallel dazu legten die asiatischen Aktienmärkte kräftig zu: Der japanische Nikkei-Index übersprang erstmals die Marke von 65.000 Punkten mit einem Plus von 2,9 Prozent.
Trump bremst Erwartungen
US-Präsident Donald Trump hatte am Wochenende erklärt, eine Einigung mit dem Iran sei weitgehend ausgehandelt, die Straße von Hormus solle wieder geöffnet werden. Nur einen Tag später wies er seine Unterhändler jedoch an, nichts zu übereilen. „Beide Seiten müssen sich Zeit nehmen und es richtig machen“, schrieb Trump auf Truth Social. Die Blockade iranischer Häfen bleibe in vollem Umfang bestehen, bis ein Abkommen unterzeichnet sei. Aus dem Weißen Haus hieß es, eine finale Unterschrift sei am Sonntag nicht zu erwarten – die Führung in Teheran bewege sich nicht schnell genug.
Strittige Punkte
Als wesentliche Hindernisse gelten die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte in Höhe von schätzungsweise 100 Milliarden Dollar sowie der künftige Umgang mit dem iranischen Atomprogramm. Medienberichten zufolge hat Teheran grundsätzlich zugestimmt, auf hochangereichertes Uran zu verzichten. Republikanische Hardliner wie Senator Ted Cruz lehnen eine Vereinbarung jedoch als „katastrophalen Fehler“ ab. Außenminister Marco Rubio räumte ein, es gebe „substanzielle, aber nicht finale“ Fortschritte.
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