Trump-Regierung plant Rücknahme von Umweltauflagen für giftiges Ethylenoxid
Wichtige Fakten
- • Ethylenoxid (EtO) ist etwa 60-mal krebserregender als 2006 angenommen.
- • Biden-EPA-Regel von 2024 forderte 90% Emissionsreduktion bei EtO.
- • Trump-Plan will EtO-Vorschriften kippen, 8 Tonnen zusätzliche Freisetzung.
- • Zwei Millionen Menschen wären erhöhter Belastung ausgesetzt.
- • NRDC klagt gegen Ausnahmeregelung für medizinische Sterilisatoren.
Die Trump-Regierung plant, die 2024 unter Präsident Biden erlassenen Vorschriften für den giftigen Luftschadstoff Ethylenoxid (EtO) aufzuheben. Dies geht aus einem neuen Harvard-Bericht hervor. EtO wird zur Sterilisation medizinischer Geräte verwendet und ist nach neuesten Erkenntnissen etwa 60-mal krebserregender als bei der letzten Überprüfung im Jahr 2006 angenommen. Die Biden-EPA-Regel hätte die Emissionen an 89 Standorten um rund 90% reduziert, was 2,3 Millionen Menschen zugutegekommen wäre.
Der Vorstoß der Trump-Administration würde die Emissionsgrenzwerte drastisch lockern und rund 8 Tonnen zusätzliches EtO in die Luft gelangen lassen, vor allem in einkommensschwachen Vierteln. Die Umweltbehörde EPA würde zudem in ihrer künftigen Möglichkeit beschnitten, Grenzwerte für gefährliche Luftschadstoffe an neue wissenschaftliche Erkenntnisse anzupassen. Das NRDC hat Klage gegen die Ausnahmeregelungen eingereicht, die aus Gründen der nationalen Sicherheit viele Sterilisatoren von den Ahaus Vorschriften befreien sollen.
Das könnte Sie auch interessieren
Druck auf Gesundheitssystem: Primärarztsystem als Reformansatz auf Ärztetag diskutiert
Windkraftbooom in Deutschland: Volker Quaschning rügt Bayerns Gendern im Energieausbau
Fentanyl-Krise in den USA: Rückgang der Todesfälle durch Drogen, aber Experten warnen vor vorübergehender Wirkung
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.