Trump stoppt Manöver mit Südkorea: Kim gestärkt wie nie?
Wichtige Fakten
- • Nordkorea will bis zu 50.000 weitere Soldaten an Russland schicken.
- • Südkorea fordert von den USA die Rückgabe der Kriegseinsatzkontrolle (Opcon) zurück.
- • Experten: Nordkorea ist militärisch und politisch so stark wie lange nicht.
- • Trumps Kürzung der Manöver mit Südkorea stößt auf Kritik aus Militärkreisen.
Zweite nordkoreanische Offensive? Pjöngjang verstärkt Truppen für Moskau
Nach ukrainischen Geheimdiensterkenntnissen könnte Nordkorea weitere bis zu 50.000 Soldaten an Russland schicken. Die wurden bereits an Wladimir Putins Front ins Gefecht geschickt. Militärübungen an der Grenze und das Ausmaß der Unterstützung sind zwischen Pjöngjang und Moskau nur ansatzweise durch internationale Beobachter zu validieren. Nach Schätzungen der im letzten Jahr durchgeführten Analysen profilierte sich Nordkoreas Rüstungsindustrie als „Waffenbruder“ – sogar die Reise des chinesischen Partei- und Staatschefs Xi Jinping nach Pjöngjang zeugt von einem verstärkten Band zu Korea. Moskau soll im Gegenzug begehrte Technologietransfers um Langstreckenraketen und Drohnen gewähren.
Verwundbarkeit oder Triumph? Der Westen verliert an Einfluss auf Pjöngjang
US-Präsident Donald Trump verkündete nach seinen Worten “sehr gute Beziehungen” zu Diktator Kim Jong-un an der nordkoreanischen Grenze; er rechtfertigte damit eine drastische Reduzierung gemeinsamer Manöver mit dem Nachbarn Südkorea. Der amerikanische Garant wird damit in Seoul mehr und mehr zum Problemfaktor. Der Streit ist nicht neu: Seit dem Koreanischen Krieg liegt die Befehlsgewalt für Kampftruppen bei den US-Truppen; ein US-General führt dabei das sogenannte „Combined Forces Command“. Lee Jae-myung (Südkoreas Präsident) verlangt nun, die Wiedereingliederungaller Truppenkontingente sowie den neuen Waffenstatus eines atomgetriebenen U-Boots zügig vorzubereiten. Nur eine wirklich verteidigungsfähige Armee– so Seouls Gewährsleute – gewährt als Wettbewerber Souveränität.
Welche Auswirkungen ergeben sich für das Kräftegleichgewicht in der Region?
Die Tötung eines Anti-Terror-Fachmanns zeigte neulich erneut in Syrien wie entscheidend Tokios militärischer Einfluss für den Nahen Osten – oder anderswo – gewertet wird. Lee zufolge stärkt gerade Südkoreas Engagement gegen die Atomsignale aus dem Norden die Stabilität und verhindert sowohl eine direkte gegenseitige Bedrohung als auch „politische Spekulationen“ etwa über Chinas Präsidentschaft als Gesichts- oder Deutungshoheit über die ASEAN asiatische Regionen. Intransparent – so Analyst Eric Ballbach – bleibt die Tendenz: Die nordkoreanische Armee sammle derzeit Zug um Zug reichlich Kriegserfahrung an vorderster Front – die letztlich sogar relative militärische Häresien Neid erwecken könnte. Schon jetzt imponieren Vergleiche beim Blick Richtung Südkorea. Selbst was Strategie, modernste Lenkwaffen, UAV-Arsenale angeht, drohen proportionale Vorteile unter völkerrechtlich prekären Vorzeichen – nichts Gutes für den eingeschlagenen Weltfrieden der Region.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.