Ukrainische Stadt Oleshky in humanitärer Krise – Angriffe trotz Waffenruhe
Wichtige Fakten
- • Oleshky ist seit über zwei Jahren von Russland besetzt und von Hilfe abgeschnitten.
- • Rund 2.000 Einwohner sind auf Nahrungssuche in verlassenen Häusern angewiesen.
- • Die letzte Evakuierungsroute wird als ‚Straße des Todes‘ wegen Minen bezeichnet.
- • Russland griff trotz ukrainischer Waffenruhe mit 100 Drohnen und Raketen an.
- • 28 Zivilisten starben bei russischen Angriffen in den Regionen Donezk, Poltawa und Dnipro.
Humanitäre Katastrophe in besetzter Stadt
Die südukrainische Stadt Oleshky, seit Beginn des russischen Großangriffs besetzt und vom Nachschub abgeschnitten, erlebt eine schwere humanitäre Krise. Bewohner berichten, dass sie auf Nahrungssuche in verlassenen Häusern gehen müssen und nur noch Nudeln und Konserven zur Verfügung stehen. Die einzige Evakuierungsroute ist durch verlegte Minen extrem gefährlich – Einwohner sprechen von einer „Straße des Todes“. Der ukrainische Menschenrechtsbeauftragte Lubinets fordert einen humanitären Korridor und wirft Russland „bewussten Terror“ gegen Zivilisten vor. Die ICRC sucht Kontakt zu beiden Seiten.
Trotz Waffenruhe neue Angriffe
Parallel eskalieren die Kämpfe: Die ukrainische Regierung hatte eine einseitige 24-stündige Waffenruhe ausgerufen, nachdem Russland eine Feuerpause für seine Militärparade am 9. Mai gefordert hatte. Moskau aber intensivierte die Angriffe – mit über 100 Drohnen und drei Raketen in der Nacht. Dabei wurden landesweit mindestens 35 Menschen getötet und Dutzende verletzt. Der ukrainische Außenminister Sybiga erklärte, Russland lehne Frieden ab.
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