Ultra Electronics zahlt 15 Millionen Pfund wegen Bestechung
Wichtige Fakten
- • Ultra Electronics zahlt 15 Mio. Pfund Strafe nach SFO-Ermittlungen.
- • Bestechung im Zusammenhang mit Aufträgen in Algerien und Oman.
- • Deferred Prosecution Agreement vom High Court genehmigt.
- • Ultra muss Anti-Korruptions-Programm über drei Jahre vorlegen.
- • Ähnlicher Vergleich in Kanada wegen Bestechung auf Philippinen.
Hintergrund des Vergleichs
Der britische Rüstungskonzern Ultra Electronics hat im Rahmen einer Vereinbarung mit der Serious Fraud Office (SFO) zugegeben, Bestechung in Algerien und Oman nicht verhindert zu haben, und muss 15 Millionen Pfund zahlen. Die Strafe umfasst 10 Millionen Pfund Geldbuße und 4,8 Millionen Pfund für die Ermittlungskosten der SFO. Das Deferred Prosecution Agreement (DPA) wurde am Freitag vom High Court genehmigt.
Betroffene Verträge
Die Vorwürfe betreffen drei öffentliche Aufträge: einen 200-Millionen-Pfund-Deal des omanischen Verkehrsministeriums, einen Technologievertrag für den Flughafen Algier sowie einen Vertrag über Verschlüsselungstechnologie für das algerische Post- und Telekommunikationsministerium. Die algerischen Verträge erzielte das Unternehmen letztlich nicht, hätten aber einen Gewinn von 1,4 Millionen Pfund erwartet.
Reformauflagen und Vorgeschichte
Ultra, das zum US-Investmentfonds Advent International gehört, muss in den nächsten drei Jahren jährlich Berichte über sein Anti-Korruptionsprogramm vorlegen. Bereits 2023 schloss das Unternehmen einen ähnlichen Vergleich in Kanada wegen Bestechung auf den Philippinen.
Bewertung durch Beobachter
Helen Taylor von der NGO Spotlight on Corruption begrüßte das DPA als positives Signal, kritisierte jedoch die Höhe der Strafe. Es bestehe die Gefahr, dass Rüstungsunternehmen solche Zahlungen als Geschäftskosten einkalkulieren.
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