UN stimmt für flächentreue Weltkarte: Afrika soll nicht länger verzerrt dargestellt werden
Wichtige Fakten
- • UN-Vollversammlung stimmt für Resolution 'Correct the Map'. (12 Wörter)
- • 164 Staaten stimmten zu, 6 enthielten sich, USA stimmten dagegen. (10 Wörter)
- • Resolution ist nicht bindend, soll aber weltweit zu Kartenänderungen führen. (9 Wörter)
- • Afrika ist etwa 14-mal größer als Grönland. (8 Wörter)
Internationale Unterstützung für neue Weltkarte
Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat mit überwältigender Mehrheit eine Resolution verabschiedet, die eine Abkehr von der historischen Mercator-Weltkarte fordert, um die Größenverhältnisse der Kontinente korrekt darzustellen. Die von Togo eingebrachte und von Mitgliedern der Afrikanischen Union unterstützte Initiative "Correct the map" fand bei 164 Staaten Zustimmung, sechs Länder enthielten sich, und nur die USA votierten dagegen. Die amerikanische Regierung bezeichnete den Vorstoß als Teil eines "radikalen ideologischen Projekts". Der Außenminister Togos, Robert Dussey, sprach von einem historischen Moment, der weit über reine Kartographie hinausgehe und Gerechtigkeit sowie Würde betreffe.
Hintergrund der Mercator-Projektion
Die heutige Standard-Weltkarte basiert auf der 1569 von Gerardus Mercator entwickelten Projektion, die für die Navigation auf See konzipiert wurde. Da die flache Karte eine gekrümmte Erdoberfläche abbildet, führt die Projektion zu starken Verzerrungen der Flächenverhältnisse: Während Grönland auf herkömmlichen Karten fast so groß erscheint wie Afrika, ist der Kontinent tatsächlich etwa 14-mal größer. Diese Verzerrung hat laut African Union über Jahrhunderte das Weltbild in Bildung, Medien und Politik erheblich beeinflusst. Bereits im Jahr 2018 hatten Kartographen mit der "Equal Earth" eine darstellungtreue Karte entwickelt, die eine korrekte Abbildung ermöglicht — der UN-Beschluss soll nun eine internationale Würdigung solcher Entwürfe sicherstellen.
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