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Wirtschaft 19.04.2026, 14:00 Aktualisiert: 19.04.2026, 15:09

Unabhängige Buchhandlungen erleben überraschendes Comeback in den USA

2025 eröffneten 422 neue unabhängige Buchhandlungen in den USA.

Wichtige Fakten

  • 2025 eröffneten 422 neue unabhängige Buchhandlungen in den USA.
  • Das entspricht einem Wachstum von 31% gegenüber dem Vorjahr.
  • Kleine Unternehmen stellen die Hälfte der US-Arbeitskräfte.
  • Unabhängige Buchhandlungen bieten oft Nischen- und Spezialtitel an.
  • Kleinunternehmer verdienen im Schnitt etwa 80.000 US-Dollar pro Jahr.

Wachstum trotz Konkurrenz

Entgegen der Erwartung, dass große Einzelhandelsketten und Online-Plattformen wie Amazon kleine Geschäfte verdrängen, verzeichnen unabhängige Buchhandlungen in den USA ein bemerkenswertes Comeback. Laut der American Booksellers Association eröffneten im Jahr 2025 etwa 422 neue unabhängige Buchhandlungen, was einem Anstieg von 31% gegenüber 2024 entspricht. Dieses Wachstum spiegelt einen breiteren Trend wider, bei dem auch andere kleine Unternehmen wie Restaurants, Cafés und Fitnessstudien trotz der Dominanz großer Konzerne florieren.

Gründe für den Erfolg

Kleine Unternehmen profitieren von ihrer engen Verbindung zur lokalen Gemeinschaft, die Loyalität und Unterstützung fördert, etwa durch Veranstaltungen wie den Small Business Saturday. Zudem bieten sie oft Nischenprodukte an, die große Ketten aus Effizienzgründen nicht führen, wie etwa obskure Bücher mit begrenzter Zielgruppe. Die Flexibilität in Entscheidungen, etwa bei der Sortimentsgestaltung oder Personalpolitik, sowie die direkte Interaktion mit Kunden und Lieferanten sind weitere Vorteile, die größere Unternehmen mit ihrer Bürokratie schwerer erreichen können.

Herausforderungen und Chancen

Unabhängige Buchhandlungen stehen jedoch vor erheblichen Herausforderungen, darunter Inflation, Steuern, schärfere Regulierung und der Wettbewerb mit finanzstarken Großkonzernen. Dennoch können sie durch ihre Anpassungsfähigkeit und Fokussierung auf spezifische Kundengruppen überleben. Kleine Unternehmen machen etwa die Hälfte der US-Arbeitskräfte aus, und viele Gründer schätzen die Freiheit, ihr eigener Chef zu sein, auch wenn die Profitabilität oft geringer ist als bei Ketten.

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