US-Zölle belasten deutsche Stahlindustrie, Aktien dennoch im Aufwind
Wichtige Fakten
- • Neue US-Zölle auf europäischen Stahl von 15 bis 50 Prozent.
- • Billigere ausländische Importe, vor allem aus China, setzen Branche unter Druck.
- • Thyssenkrupp will verlustreiches Stahlgeschäft verkaufen.
- • Stahlaktien von Salzgitter und Thyssenkrupp legten zweistellig zu.
- • Umbau zu grünem Stahl verteuert Produktion und mindert Wettbewerbsfähigkeit.
Anhaltende Krise der deutschen Stahlindustrie
Die deutsche Stahlindustrie leidet unter hohen Energiekosten und wachsender Konkurrenz aus dem Ausland, insbesondere aus China, wo der Stahl aufgrund niedrigerer Energiepreise bis zu 50 Prozent günstiger ist. Hinzu kommen neue US-Zölle auf europäischen Stahl, die je nach Warenkategorie zwischen 15 und 50 Prozent liegen. Diese Abgaben richten sich nicht nur gegen den Metallanteil, sondern gegen den gesamten Warenwert, was die Kalkulation für Unternehmen erschwert.
Börse optimistisch trotz schlechter Aussichten
Die Aktien von Stahlherstellern wie Salzgitter und ThyssenKrupp legten dennoch zweistellig zu. Der Grund sei die Hoffnung auf einen verbilligten Industriestrom, angepasste Kapazitäten und eine wieder anziehende Nachfrage. Viele Unternehmen orientieren sich um und spezialisieren sich auf margenstarke Produkte wie Rüstungsstahl. Allerdings sei dies keine dauerhafte Rettung, so Experten.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.