US-Militäraufbau gegen Iran: Großbritannien verweigert Basennutzung
Wichtige Fakten
- • Die USA haben Kriegsschiffe und Militärflugzeuge in der Region stationiert, um auf einen möglichen Angriff auf Iran vorbereitet zu sein.
- • US-Präsident Donald Trump kündigte an, dass sich innerhalb der nächsten 10 Tage entscheiden wird, ob ein Abkommen mit Iran erreicht oder militärisch gehandelt wird.
- • Großbritannien hat den USA die Nutzung seiner Militärbasen RAF Fairford und Diego Garcia für mögliche Angriffe auf Iran nicht erlaubt.
- • Iran hat in den Genfer Gesprächen angeboten, die Urananreicherung für bis zu fünf Jahre auszusetzen und sein hochangereichertes Uran zu verdünnen.
- • Die Verhandlungen zwischen USA und Iran sind komplex, mit Fortschritten bei Details, aber weiterhin großen Meinungsverschiedenheiten über Kernpunkte.
Militärische Vorbereitungen und diplomatische Verhandlungen
Die USA haben unter Präsident Donald Trump ihre Militärpräsenz im Nahen Osten massiv verstärkt, mit Kriegsschiffen, Flugzeugträgern und anderen Militärassets in der Region stationiert. Trump kündigte an, dass sich innerhalb der nächsten 10 Tage entscheiden wird, ob ein Abkommen mit Iran erreicht oder militärisch gehandelt wird. Gleichzeitig fanden indirekte Gespräche zwischen den USA und Iran in Genf statt, bei denen beide Seiten von kleinen Fortschritten, aber auch erheblichen Meinungsverschiedenheiten berichteten.
Britische Weigerung zur Basennutzung
Großbritannien hat den USA die Nutzung seiner Militärbasen RAF Fairford in Gloucestershire und Diego Garcia im Indischen Ozean für mögliche Angriffe auf Iran nicht erlaubt. Ein britischer Regierungssprecher kommentierte dies nicht direkt, betonte aber die Unterstützung für den politischen Prozess zwischen USA und Iran. Die Weigerung erfolgte vor dem Hintergrund von Trumps Kritik an einem Abkommen zwischen Großbritannien und Mauritius über die Chagos-Inseln, zu denen Diego Garcia gehört.
Irans Verhandlungsangebote und Reaktionen
Iran hat in den Genfer Gesprächen angeboten, die Urananreicherung für einen festgelegten Zeitraum von bis zu fünf Jahren auszusetzen und sein 400kg schweres Uranlager, das auf über 60% angereichert ist, auf 3-6% zu verdünnen. Im Gegenzug fordert Teheran die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte und die Aufhebung von Sanktionen. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi diskutierte mit dem IAEA-Chef Raphael Grossi über Inspektionen, während Irans oberster Führer Ayatollah Ali Khamenei weiterhin mit provokativen Äußerungen und einem KI-generierten Bild eines versenkten US-Kriegsschiffs warnt.
Komplexe Verhandlungslage und regionale Spannungen
Die Verhandlungen sind extrem komplex, mit Fortschritten bei technischen Details, aber weiterhin großen Differenzen über Kernpunkte wie Irans ballistisches Raketenprogramm und das Recht auf zivile Urananreicherung. Analysten wie Omid Memarian von Dawn betonen, dass Iran intern geschwächt ist, aber einen US-Angriff nutzen könnte, um loyalistische Kräfte zu mobilisieren. Die Situation bleibt angespannt, mit der Möglichkeit einer weiteren Eskalation, falls die Verhandlungen scheitern, während die britische Weigerung die militärischen Optionen der USA einschränken könnte.
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