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Politik 20.06.2026, 06:38 Aktualisiert: 20.06.2026, 23:02

Iran sperrt wieder die Straße von Hormus – USA widersprechen

Iranische Revolutionsgarde warnt Schiffe vor Annäherung an die Meerenge.

Wichtige Fakten

  • Iranische Revolutionsgarde warnt Schiffe vor Annäherung an die Meerenge.
  • US-Militär bestreitet Blockade: 55 Schiffe mit 17 Mio Barrel Öl passierten.
  • US-Gespräche mit Iran sollen am Sonntag im Bürgenstock beginnen.
  • Pakistan vermittelt und vermeldet Fortschritte für Sonntag.
  • 23 Tote bei israelischen Angriffen im Libanon am Samstag.

Neue Blockade der Hormus-Straße: Iran und USA widersprechen sich

Das iranische Militär hat die strategisch wichtige Straße von Hormus erneut für gesperrt erklärt und begründet dies mit israelischen Angriffen im Libanon. Die Iranischen Revolutionsgarden warnten alle Schiffe davor, sich der Meerenge zu nähern. Das US-Militär widersprach umgehend: Der Schiffsverkehr laufe weiter, 55 Schiffe mit 17 Millionen Barrel Öl hätten die Straße passiert – die höchste Zahl seit Beginn des Krieges. Auch US-Präsident Trump brachte Mautgebühren für die Meerenge ins Spiel, sollten die Verhandlungen scheitern.

Gespräche zwischen USA und Iran am Sonntag – Pakistan vermittelt

Die für Freitag geplanten Vermittlungsgespräche in der Schweiz waren wegen Kämpfen zwischen Israel und Hisbollah ausgefallen. Nun bestätigte Pakistan als Vermittler, dass die Gespräche auf technischer Ebene am Sonntag im Bürgenstock beginnen sollen. Irans Außenamtssprecher Baghai erklärte, eine Delegation werde in Kürze reisen. Die USA müssten Israel zur Einstellung seiner Angriffe auf den Libanon bewegen. Irans Unterhändler wollen von den USA die Erfüllung der Verpflichtungen aus dem Rahmenabkommen sehen.

Kämpfe im Libanon trotz Waffenruhe – 23 Tote

Die Libanesischen Behörden meldeten 23 Tote bei israelischen Angriffen am Samstag, darunter 16 Leichen in Nabatija und ein Angriff mit 20 Toten im Südlibanon. Israels Militär erklärte, es habe Stellungen der Hisbollah als Reaktion auf deren Beschuss israelischer Soldaten attackiert. Die Hisbollah erklärte, Angriffe im Südlibanon abgewehrt zu haben. Trotz der für Freitag verkündeten Waffenruhe werfen sich beide Seiten weiter Verstöße vor. JD Vance, designierter US-Chefunterhändler, soll nur einen oder zwei Tage in der Schweiz bleiben.

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