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International 28.06.2026, 02:19 Aktualisiert: 28.06.2026, 18:01

Gegenseitige Angriffe am Golf: USA und Iran beschuldigen sich des Waffenstillstandsbruchs

USA griffen erneut zehn iranische Militärziele an der Straße von Hormus an.

Wichtige Fakten

  • USA griffen erneut zehn iranische Militärziele an der Straße von Hormus an.
  • Iranische Revolutionsgarden attackierten acht US-Stützpunkte in Kuwait und Bahrain.
  • Beide Seiten beschuldigen sich gegenseitig, das Waffenstillstandsabkommen gebrochen zu haben.
  • Trump drohte erneut mit der Zerstörung Irans: „Es wird Iran nicht mehr geben.“
  • Iran blockiert weiterhin die Straße von Hormus und beansprucht alleinige Kontrolle.
  • Bahrain meldete Schäden an einem Wohnhaus bei den iranischen Angriffen.
  • Jordanien, VAE und Italien verurteilten die iranischen Angriffe scharf.

Dritte Angriffswelle und gegenseitige Beschuldigungen

Die USA haben zum dritten Mal innerhalb weniger Tage militärische Ziele im Iran angegriffen. Das US-Regionalkommando CENTCOM bestätigte Angriffe auf zehn iranische Militärziele, darunter Flugabwehrstellungen, Drohnenlager und Minenlegefähigkeiten in der Straße von Hormus. Anlass war ein erneuter iranischer Drohnenangriff auf den Tanker „Kiku“ unter panamaischer Flagge. Die Regierungen in Teheran und Washington beschuldigen sich gegenseitig, die vor zwei Wochen unterzeichnete Waffenruhe gebrochen zu haben. Während CENTCOM erklärte, der Iran habe seine Chance auf Einhaltung der Waffenruhe vertan, drohte die iranische Führung mit einem vollständigen Stopp aller diplomatischen Prozesse.

Reaktion der Revolutionsgarden

Als Vergeltung griffen die iranischen Revolutionsgarden mit Raketen und Drohnen acht US-Stützpunkte in Kuwait und Bahrain an. Dabei wurde in Bahrain ein Wohnhaus nahe des Flughafens getroffen, jedoch gab es keine Todesopfer. Kuwaits Luftabwehr fing eigenen Angaben zufolge zwei ballistische Raketen ab. Die Golfstaaten verurteilten die Angriffe scharf als „heimtückisch“ und flagranten Souveränitätsverstoß. US-Präsident Donald Trump schrieb auf Truth Social, ein vollständiger militärischer Abschluss der USA werde Irans Vernichtung bedeuten. Vizepräsident JD Vance erklärte unabhängig vom Ausgang der Verhandlungen einen Sieg Amerikas.

Blockade der Straße von Hormus and Diplomatie

Ein zentraler Streitpunkt bleibt die Straße von Hormus, wo Iran weiterhin die alleinige Kontrolle beansprucht. Außenminister Abbas Araghtschi erklärte in Bagdad, die Wiederherstellung des Schiffsverkehrs auf Vorkriegsniveau liege allein bei Teheran. Er forderte eine neue Sicherheitsstruktur für die Golfregion unter Ausschluss der USA. Vermittlungsversuche aus Katar, Oman und Pakistan zeigten bisher kaum Durchbruch. UN und IMO Arbeiten an einem Evakuierungsplan für gestrandete Schiffe wurden durch den jüngsten Angriff auf die „Ever Lovely“ ausgesetzt. Libanon-Konflikt bleibt mit neuen israelischen Angriffen zusätzlicher Belastungsfaktor.

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