Vance-Aussagen zu Nowak-Mord: Downing Street wirft US-Vize Einmischung vor
Wichtige Fakten
- • US-Vize Vance machte Einwanderung für Nowaks Tod verantwortlich.
- • Downing Street kritisierte Vances Aussagen als spaltend.
- • Nowaks Familie bat, den Tod nicht für Spaltung zu nutzen.
- • 11 Personen nach Ausschreitungen in Southampton angeklagt.
- • Polizeiverhalten wird von IOPC und Inquest untersucht.
Einmischungsvorwürfe aus London
Die britische Regierung hat scharf auf Äußerungen von US-Vizepräsident JD Vance zum Mord an Henry Nowak reagiert. Ein Sprecher der Downing Street warf dem Republikaner vor, sich in die britische Demokratie einzumischen und Zwietracht zu säen. Vance hatte den Tod des 18-jährigen Studenten auf eine „Masseninvasion von Migranten“ zurückgeführt – obwohl der Täter, Vickrum Digwa, in Großbritannien geboren wurde. Die Familie Nowak bat ausdrücklich darum, den Tod ihres Sohnes nicht für politische Zwecke zu missbrauchen.
Proteste und ihre Folgen
Nach der Veröffentlichung von Polizei-Bodycam-Aufnahmen, die zeigen, wie die Beamten den sterbenden Nowak fesselten, war es in Southampton zu schweren Ausschreitungen gekommen. Inzwischen wurden insgesamt elf Personen wegen gewalttätigen Ungehorsams angeklagt. Die Polizei spricht von verletzten Beamten und Hunderten Randalierern, die teils von außerhalb der Stadt angereist waren. Extremistenführer Tommy Robinson (Stephen Yaxley-Lennon) hatte die Menge aufgestachelt.
Politische Instrumentalisierung
Konservative und Reformer nutzen den Fall, um Vorwürfe einer „Zwei-Klassen-Justiz“ zu untermauern. Reform-Chef Nigel Farage spricht von „reiner, kalter Wut“ und behauptet eine Bevorzugung von Minderheiten. Premierminister Keir Starmer warnte davor, die Tragödie zu instrumentalisieren. Auch Elon Musk hatte sich via X (Twitter) eingemischt und die Polizei scharf kritisiert. Die offizielle Untersuchung zum Verhalten der Polizei während Nowaks Tod läuft noch.
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