Britisches Verteidigungsministerium unter Druck: Verzögerter Investitionsplan und U-Boot-Krise
Wichtige Fakten
- • PAC fordert Entschuldigung für Verzug des Investitionsplins.
- • Ajax-Panzer: 33 Soldaten durch Lärm und Vibrationen erkrankt.
- • Alle fünf Astute-Klasse Jagd-U-Boote liegen zur Reparatur.
- • Atomwaffen kosten künftig 25% des Verteidigungsbudgets.
- • MoD-Buchhaltung mit 6,1 Milliarden Pfund Differenz.
Kritik und Forderung nach Entschuldigung
Das britische Parlament verschärft den Druck auf die Regierung wegen des Verzugs beim Verteidigungsinvestitionsplan (DIP). Der Public Accounts Committee (PAC) fordert Minister auf, sich für die jahrelange Verzögerung zu entschuldigen, da sie die Glaubwürdigkeit des Vereinigten Königreichs bei Alliierten und Gegnern untergrabe. Der DIP, der die Militärausgaben für das nächste Jahrzehnt festlegen soll, war ursprünglich für Herbst 2024 angekündigt. Premierminister Keir Starmer versprach das Dokument nun vor dem Nato-Gipfel Anfang Juli zu veröffentlichen.
Probleme mit Ajax-Panzern und U-Booten
Laut PAC-Bericht wurden insgesamt 33 Soldaten durch die Erschütterungen der Ajax-Panzer gesundheitlich beeinträchtigt, fünf stehen noch unter medizinischer Beobachtung. Die geforderten Wartungschecks nach jedem Halt seien für Kampfeinsätze unpraktikabel. Hinzu kommt eine neue Krise: Berichten zufolge sind sämtliche fünf Jagd-U-Boote der Astute-Klasse wegen Reparaturen außer Dienst. Das Verteidigungsministerium bestätigte die Entwicklung eines Instandhaltungsplans, ohne Details zu nennen.
Nuklearkosten und Buchhaltungsskandal
Der Anteil des Verteidigungsbudgets für Atomwaffen soll künftig von 18 auf 25 Prozent steigen, was Differenzen von über 6 Milliarden Pfund in der Buchhaltung des Ministeriums verdecke. Der PAC bemängelt mangelnde Transparenz und Effizienz, warnt aber, dass die verspätete Entscheidungsfindung die Einsatzfähigkeit der Streitkräfte nachhaltig schwäche.
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