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Kultur 03.06.2026, 15:15 Aktualisiert: 03.06.2026, 23:01

Wim Wenders zieht „Falsche Bewegung“ nach Nacktszene mit Nastassja Kinski zurück

Wim Wenders zieht Film „Falsche Bewegung“ nach Nacktszene mit 13-jähriger Kinski zurück.

Wichtige Fakten

  • Wim Wenders zieht Film „Falsche Bewegung“ nach Nacktszene mit 13-jähriger Kinski zurück.
  • Wenders entschuldigte sich öffentlich bei Kinski. „Dafür bitte ich Dich um Entschuldigung.“
  • Kinski versuchte 15 Jahre lang vergeblich, die Szene entfernen zu lassen.
  • Kritik an Wenders kam von Kollegen wie Schauspieler Julius Feldmeier.
  • Kinski hatte 2006 erfolgreich gegen eine Nacktszene von Wolfgang Petersen geklagt.

Rückzug des Films

Regisseur Wim Wenders hat seinen Film „Falsche Bewegung“ nach einem jahrelangen Streit um eine Nacktszene mit der damals 13-jährigen Nastassja Kinski vorerst aus dem Verkehr gezogen. Die Wim Wenders Stiftung teilte mit, der Film werde aus allen aktuellen Auswertungsformen zurückgezogen. Der Schritt erfolgte, nachdem Kinski in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung ihre jahrelangen vergeblichen Bemühungen um Entfernung der Szene schilderte.

Entschuldigung und Austausch

Als einziger noch lebender Verantwortlicher für das Werk erkannte Wenders an, dass Kinski besser hätte beschützt werden müssen. „Dafür bitte ich Dich um Entschuldigung, Nastassja, ohne Wenn und Aber“, hieß es in einer Stellungnahme. Die Stiftung wolle in einem breiten Austausch – und in Absprache mit Kinski – eine einvernehmliche Lösung finden, bevor der Film wieder gezeigt wird. Zuvor hatte Wenders beim Deutschen Filmpreis geäußert, er würde die Szene heute nicht mehr so machen, was jedoch Kritik auslöste.

Wachsende Kritik

Der Regisseur geriet zunehmend unter Druck. Schauspieler Julius Feldmeier forderte in einem offenen Brief eine klare Stellungnahme. Kinskis Anwalt hatte bereits 2006 erfolgreich eine Nacktszene aus einem Film von Wolfgang Petersen entfernen lassen – ein Präzedenzfall, der die öffentliche Debatte verstärkte. Wenders zog nun die Konsequenzen aus den erhobenen Vorwürfen.

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