WM-Viertelfinale: Ausschreitungen in Düsseldorf nach Marokko-Niederlage
Wichtige Fakten
- • Etwa 1.500 Fans versammelten sich in Düsseldorf nach dem Spiel.
- • Vermummte warfen Böller, Flaschen und Molotow-Cocktails.
- • Drei Polizisten wurden verletzt, einer davon dienstunfähig.
- • Ein 15-jähriger Marokkaner und ein 20-jähriger Deutscher in Gewahrsam.
Marokko-Niederlage führt zu Randale in Düsseldorf
Nach der 0:2-Niederlage Marokkos im WM-Viertelfinale gegen Frankreich kippte die Stimmung bei etwa 1.500 Fans nahe dem Düsseldorfer Hauptbahnhof. Die Polizei schritt ein, da Vermummte Böller, Glasflaschen und sogar selbstgebaute Molotow-Cocktails in die Menge warfen. Verkehrsschilder wurden herausgerissen, Mülltonnen umgestoßen. Drei Polizisten erlitten Verletzungen, einer davon musste ambulant behandelt werden. Die Polizei nahm zwei Personen in Gewahrsam: einen 15-jährigen Marokkaner, der einen Einkaufswagen warf, und einen 20-jährigen Deutschen, der eine Flasche auf Beamte schleuderte.
Fanmassen in NRW-Städten verfolgten das Spiel
Zunächst war die Stimmung vielerorts friedlich. In Dortmund versammelten sich rund 400 Fans in der Nordstadt, in Bonn gab es ein großes Public Viewing. Trotz der Niederlage blieb es in Bonn ruhig; vereinzelt fuhren hupende Autos mit Marokko-Fahnen. Einige Fans zeigten sich enttäuscht, andere dankbar für den bisherigen Turnierverlauf Marokkos als letztes afrikanisches Team im Wettbewerb. Die Behörden registrierten mehrere Strafanzeigen unter anderem wegen Landfriedensbruchs und gefährlicher Körperverletzung.
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