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Inland 27.04.2026, 01:14 Aktualisiert: 27.04.2026, 08:02

Zahl der Kriegsdienstverweigerer in Deutschland steigt weiter

2024 stellten 2.998 Menschen Anträge auf Kriegsdienstverweigerung.

Wichtige Fakten

  • 2024 stellten 2.998 Menschen Anträge auf Kriegsdienstverweigerung.
  • Im 1. Quartal 2026 gab es bereits 2.656 Anträge.
  • Das neue Wehrdienstgesetz sieht eine verpflichtende Musterung vor.
  • 2025 gab es insgesamt 3.867 Anträge auf Kriegsdienstverweigerung.
  • 233 Menschen widerriefen ihre Kriegsdienstverweigerung im 1. Quartal 2026.

Anstieg der Anträge auf Kriegsdienstverweigerung

Die Zahl der Kriegsdienstverweigerer in Deutschland steigt weiter an. Im ersten Quartal 2026 stellten 2.656 Menschen einen entsprechenden Antrag, wie das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) mitteilte. Dies ist der höchste Wert seit Aussetzung der Wehrpflicht 2011. Im gesamten Jahr 2024 waren es 2.998 und 2025 bereits 3.867 Anträge.

Hintergrund: Neues Wehrdienstgesetz und Sicherheitslage

Grund für den Anstieg dürften die angespannte Sicherheitslage und das am 1. Januar 2026 in Kraft getretene Wehrdienstgesetz sein. Kern ist eine verpflichtende Musterung für junge Männer ab Jahrgang 2008. Ziel ist die Rekrutierung von Freiwilligen für den Truppenausbau. Sollten die Ziele verfehlt werden, kann der Bundestag über eine Bedarfswehrpflicht entscheiden.

Auch Widerrufe nehmen zu

Parallel steigt auch die Zahl derjenigen, die ihre Kriegsdienstverweigerung widerrufen. Im ersten Quartal 2026 waren es 233 Fälle, im gesamten Vorjahr 781.

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